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Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT)

Zwischen Verstehen und Fühlen – und in Kontakt mit inneren Prozessen

Die TBIT ist ein von dem Saarbrücker Heilpraktiker für Psychotherapie Tom Wilhelm im Laufe seiner Praxisjahre entwickelter psychotherapeutischer Ansatz. Sie verbindet Elemente aus der Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie und tiefenpsychologischer Hypnosetherapie mit achtsamkeits- und traumasensiblen Ansätzen.

Der Begriff Trance ist dabei nicht im Sinne von Kontrollverlust gemeint, sondern als eine Form nach innen gerichteter Aufmerksamkeit.


Ein Symbolbild für die Trancebasierte Integrative Therapie TBIT, einer Arbeitsweise, die entwickelt wurde von Thomas "Tom" Wilhelm, der in seiner Saarbrücker Praxis als Heilpraktiker für Psychotherapie arbeitet.
Trancebasierte Integrative Therapie TBIT: ein Blick nach innen

Trancebasierte Integrative Therapie – wenn Verstehen allein nicht weiterführt

Wenn man sich selbst doch einfach „updaten“ könnte: Vieles wäre leichter, oder?

Aber so funktionieren wir nicht. Das, was uns prägt, verschwindet nicht einfach auf Knopfdruck.

Und genau dort setzt die Trancebasierte Integrative Therapie an.


Der Mensch als Ganzes

Die TBIT (sprich: Te-Bit, kurz für: Trancebasierte Integrative Therapie) beruht auf einer grundlegenden Annahme:

Das menschliche Erleben ist nicht ein Nebeneinander einzelner Bereiche, sondern ein zusammenhängender Prozess all dessen, was uns als Menschen ausmacht.

Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Verhalten stehen jeweils in Wechselwirkung zueinander. Sie hängen zusammen – und lassen daher auch kaum nachhaltig voneinander getrennt verändern.

Viele unserer Probleme entstehen ja auch nicht dadurch, dass mit uns irgendetwas nicht stimmen würde, sondern vielmehr dadurch, dass wir bestimmte Zusammenhänge in uns gar nicht richtig zu greifen bekommen.

Und so entgeht uns dann auch im Regelfall, dass unsere frühen Prägungen oder Glaubenssätze auf unbewusster Ebene weiterwirken – auch dann, wenn sie für unsere aktuelle, erwachsene Lebenssituation schon lange nicht mehr passen.


TBIT: Dein ganz individueller Zugang zu Deinem Inneren

Im Zentrum unserer gemeinsamen Arbeit steht Dein unmittelbares Erleben im jeweiligen Moment – here & now.

Ich analysiere nicht, vor allem nicht in der klassischen psychodynamischen Herangehensweise. Sondern ganz im Sinne der Achtsamkeit schauen wir, was Du wahrnimmst – auch dann, wenn dieses Erleben, diese Wahrnehmung für Dich zunächst unklar oder sogar widersprüchlich ist.

Der Clou dabei: Viele innere Prozesse lassen sich über ein reines Nachdenken gar nicht erreichen.

Aber vielleicht werden sie greifbar, wenn sie in einer Form erlebt werden, die über die Sprache hinausgeht: zum Beispiel als Bild, als Gefühl, als Körperwahrnehmung, manchmal vielleicht zuerst sogar nur als eine vage Vorahnung.

Unsere gemeinsame Arbeit folgt dabei einem traumasensiblen psychotherapeutischen Ansatz: Dein Tempo und wie „tief“ du gehst, orientiert sich daran, was für Dich im jeweiligen Moment gut regulierbar ist.

Es geht nicht darum, mit aller Macht und möglichst schnell zu „verborgenen Inhalten“ vorzudringen, sondern in allererster Linie darum, für Dich einen Rahmen zu schaffen, in dem Du Dich sicher fühlst.


Integrativ – als Methode und als innerer Prozess

Der Begriff „integrativ“ meint in der TBIT zwei Ebenen.

Zum einen bedeutet „integrativ“ die Verbindung verschiedener therapeutischer Ansätze, die hier zusammengeführt werden:

Die TBIT ist in unserer Praxis aus der Verbindung verschiedener therapeutischer Ansätze entstanden. Dazu zählen unter anderem die Gestalttherapie, die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers, das Psychodrama, hypnotherapeutische Verfahren sowie traumasensible Ansätze aus Innerer Kind Arbeit und Achtsamkeit.

Diese – überwiegend humanistischen – Verfahren werden in der TBIT dementsprechend auch nicht isoliert angewendet, sondern je nach praktischer Situation miteinander verbunden – vielleicht passt hier sogar eher der Ausdruck „verwoben“.

Zum anderen beschreibt der Begriff „integrativ“ aber auch den eigentlichen inneren Vorgang.

Viele unserer Spannungen und inneren Konflikte entstehen nicht durch DAS einzeln und isoliert auftretende Problem, sondern vielmehr dadurch, dass bestimmte Anteile des eigenen Erlebens keinen Platz finden.

Wir blenden diese Teile gerne aus, oder wir kontrollieren sie, oder wir versuchen, sie einfach auf zu Distanz halten – und das alles tun wir meist natürlich aus durchaus nachvollziehbaren Gründen.

Was dabei aber verloren geht, ist der Blick auf den Zusammenhang, im Endeffekt auf unsere Ganzheit.

In der TBIT geht es darum, diesen Zusammenhang, dieses Zusammenspiel, wieder erfahrbar zu machen.

Hier kommt auch Carl Gustav Jung ins Spiel, der als Begründer der analytischen Psychologie die psychische Entwicklung als einen Prozess verstand, in dem auch weniger bewusste oder abgelehnte Seiten integriert werden sollten.

Es geht also nicht darum, dass etwas verschwindet.
Sondern darum, dass Anteile so integriert werden, dass sie in Deinem (Er-) Leben ihren Platz finden.


Trance als Zugang zu inneren Prozessen

Die Arbeit mit Trance ist, wie der Name es vermuten lässt, ein zentraler Bestandteil der TBIT.

Gemeint ist damit eine Form nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. Äußere Reize treten in den Hintergrund, während innere Vorgänge deutlicher wahrgenommen werden können. Intensiv vielleicht, vom Klienten aber immer kontrollierbar.

Hier – im Begriff Trance – zeigt sich die Nähe der TBIT zur tiefenpsychologischen, aber auch zur humanistischen Hypnosetherapie: Unbewusste Prozesse, frühere Erfahrungen und innere Konflikte werden zugänglich, ohne dass sie direkt gesucht oder gesteuert werden müssen. Sie zeigen sich oft indirekt – in Imaginationen, Empfindungen oder inneren Szenen.

Elemente der Katathym-imaginativen Psychotherapie greifen diesen Zugang auf. Innere Bilder können aus dem Erleben heraus entstehen und Hinweise auf unbewusste Prozesse geben, die sich sprachlich zunächst nur schwer erfassen lassen.

Gespräch, Wahrnehmung und tranceähnliche Zustände gehen dabei in der Arbeit in aller Regel fließend ineinander über: Es gibt keinen wirklichen festen Ablauf. Im Fokus steht in der TBIT immer das, was sich im jeweiligen Moment zeigt.


Innere Anteile und biografische Prägungen

Ein weiterer methodischer Anteil der Trancebasierten Integrativen Therapie liegt in ihrer Arbeit mit den sogenannten „inneren Anteilen“.

In der unserer TBIT-Arbeit können – wie in der Gestalttherapie – diese Anteile als eigenständige Perspektiven auftauchen. Dadurch kann dann nachvollziehbar werden, wie bestimmte Spannungen entstehen und was sie in Dir aufrechterhält.

Innere Anteile werden in vielen therapeutischen Ansätzen als eine Art von unterschiedliche Ausprägungen der Persönlichkeit beschrieben. Sie finden sich unter anderem auch in der Ego-State-Therapie oder in verschiedenen tiefenpsychologischen Verfahren.

Die Einbeziehung früher Erfahrungen und Prägungen – etwa über Elemente der inneren Kindarbeit – erweitert diesen Blick. Das Vergangene wird so nicht nur erinnert, sondern im aktuellen Erleben verständlich.


Ein TBIT-Fallbeispiel aus der Praxis

Wichtig: Das folgende Fallbeispiel ist völlig anonymisiert, d.h. so verändert, dass keine reale Person wiedererkennbar ist. Ich verbinde hier mehrere Erfahrungen zu einem typischen Verlauf und lasse Details bewusst weg.

Eine 42-jährige ehemalige Klientin arbeitete als Sachgebietsleiterin in der Verwaltung. Sie erzählte in unserem ersten Treffen, dass sie eigentlich alles im Griff habe. Sie organisierte Abläufe, traf Entscheidungen und war eine gern in Anspruch genommene Ansprechpartnerin für ihr Team. Job? Top!

Trotzdem hatte sie immer wieder so ein dumpfes Gefühl, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte. Sie war oft todmüde, obwohl sie für ihr Empfinden genügend schlief. Es gab aber auch Phasen mit äußerst intensiven und unangenehmen Albträumen, was sie dann tagsüber logischerweise zusätzlich belastete.

Privat arbeitete sie die Dinge zwar dichtgetaktet ab, aber sie „kam nie an“, war nie wirklich zufrieden, fand auch abends keine Ruhe. Und es gab Momente, in denen sie sich wie von außen selbst dabei zusah, wie sie einfach weitermachte.

Und auch von ihren Wochenenden, an denen sie sich ja eigentlich erholen wollte – aber stattdessen immer wieder etwas Neues organisiert: Wochenendtrips mit ihren Freunden, gemeinsame Essen oder Theaterbesuche – irgendwas war immer.

Im Verlauf unserer Arbeit wurde ihr klar, dass sich diese Art zu leben auf eine Art schon durch ihr ganzes Leben zog. Bestimmte Entscheidungen, bestimmte Reaktionen, bestimmte Erwartungen an sie selbst griffen dabei immer wieder ineinander und machten ihr das Leben anstrengend.

In der TBIT wurden die Zusammenhänge konkreter für sie: Dinge, die sie erstmal gar nicht zusammengebracht hatte, standen plötzlich nebeneinander: eine aktuelle Situation im Beruf, eine Art im Freundeskreis zu reagieren – und Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, die damit zu tun hatten, wie sie mit dem Thema Verantwortung umzugehen gelernt hatte.


Ablauf und Gestaltung der Sitzungen

Es mag für die eine oder den anderen erstmal ungewöhnlich oder irritierend erscheinen. Aber unsere Sitzungen folgen keinem festen Schema.

Je nach Situation kann der Schwerpunkt mal im Gespräch liegen, sich ein anderes Mal auf innere Bilder verlagern oder dann wieder auf Deine Körperwahrnehmungen. Die Übergänge sind, wie bei anderen humanistischen Psychotherapieverfahren, oft fließend und ergeben sich immer wieder von Neuem aus dem laufenden Prozess heraus.

In der TBIT geht es nicht um eine schlagartige Veränderung. Aber im Nachhinein zeigen sich immer wieder eine veränderte Wahrnehmung, eine neue Einschätzung – und daraus folgend: mehr Handlungsspielraum.


Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT) – eine kurze Zusammenfassung

Die Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT) ist kein standardisiertes Psychotherapieverfahren, sondern eine von Tom Wilhelm (Heilpraktiker für Psychotherapie) entwickelte therapeutische Arbeitsweise, die Elemente aus der Gesprächs- und Gestalttherapie mit Ansätzen der Achtsamkeit, der tiefenpsychologischen Hypnosetherapie und weiterer Verfahren verbindet. Insgesamt folgt TBIT der Tradition der humanistischen Psychotherapiemethoden.

Im Unterschied zu manualisierten Verfahren folgt die TBIT keinem festgelegten Ablauf. Die Gestaltung innerhalb einer Sitzung orientiert sich am jeweiligen Anliegen und an den im Prozess zugänglichen Inhalten. Gespräch, Wahrnehmung und trancebasierte Elemente werden dabei situativ kombiniert.

Im Mittelpunkt steht nicht die direkte Veränderung von Symptomen, sondern das Verständnis innerer Zusammenhänge – insbesondere im Hinblick auf das Zusammenspiel von Erfahrungen, Prägungen und aktuellen Reaktionsweisen.


Kontakt zu unserer Saarbrücker Praxis

Wenn Du Fragen oder Interesse an einem Termin hast: Melde Dich gerne.

Entweder du benutzt unverbindlich unser Kontaktformular.

Oder Du rufst mich einfach an unter: 0177-3143183.

Wenn ich nicht drangehen kann, weil ich zum Beispiel gerade in einer Sitzung bin, sprich mir bitte auf meine Mailbox. Ich melde mich zügig bei dir.

Herzlich

Tom


Hinweis:

TBIT ist kein wissenschaftlich anerkanntes Richtlinienverfahren der Psychotherapie und ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Vor der Behandlung wird eine Anamnese erhoben und Kontraindikationen werden abgeklärt. Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen.


Der Autor dieser Seite:

Thomas „Tom“ Wilhelm praktiziert seit 2015 als Heilpraktiker für Psychotherapie und ist Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.

Seine Qualifikationen: Mehrjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart. Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnosetherapie bei der Gesellschaft für therapeutische Hypnose GTH in Saarbrücken und Mannheim.