Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie mit Praxis in Saarbrücken, informieren über Angststörungen und ihre methodenübergreifende psychotherapeutische Arbeitsweise.

Angststörungen – typische Formen und Erfahrungen aus unserer Praxisgemeinschaft
Ein gewisses Maß an Angst ist normal, jeder von uns kennt das. Bei einer Angststörung jedoch tritt sie übermäßig stark oder ohne klaren Anlass auf – und sie beginnt, den Alltag zu bestimmen.
Symptome wie Herzrasen, ständige Anspannung, Grübelgedanken oder Vermeidung werden zur Belastung und schränken die Lebensqualität des Betroffenen spürbar ein.
Ängste begegnen uns häufig in unserer Praxis in Saarbrücken. Sie umfassen unterschiedliche Formen, die sich vor allem darin unterscheiden, wann Angst auftritt, worauf sie sich bezieht und wie sie erlebt wird.
Unter anderem werden hier Panikstörung, generalisierte Angststörung, soziale Phobie und Agoraphobie unterschieden. Diese Einteilung beschreibt keine vollständig getrennten Bereiche, sondern unterschiedliche Schwerpunkte im Erleben von Angst, die sich im Alltag oft überschneiden..
➤ Übrigens:
Mehr Informationen zum Thema Angst findest Du auch in einem Interview des Saarländischen Rundfunks (SR) mit Tom unter dem Titel „Der Weg aus der Angst“.
Vielleicht findest Du Dich in einigen der genannten Aspekte wieder. Dann geht es oft nicht nur um das „Warum“, sondern um das „Wie weiter“.
Genau hier setzen wir an.
Auf dieser Seite wollen wir Dir einen Überblick geben: über typische Erscheinungsformen und Subtypen der Angsterkrankung, ihre Hintergründe und in unsere therapeutische Arbeit mit Angststörungen in unserer Saarbrücker Privatpraxis.
→ So begleiten wir bei Angststörungen
Heilpraktiker für Psychotherapie – eine Einordnung unserer psychotherapeutischen Begleitung bei Ängsten
In unserer Praxis liegt der Schwerpunkt auf der Begleitung bei Angstzuständen, die sich im Alltag bemerkbar machen, aber noch eingeordnet und bearbeitet werden können.
Dazu gehören unter anderem Panikattacken, anhaltende Formen von Angst wie die generalisierte Angststörung, soziale Ängste oder Situationen, in denen Angst an bestimmte Orte oder Umstände gebunden ist. Auch Vermeidungsverhalten, die sogenannte „Angst vor der Angst“ oder eine zunehmende innere Anspannung spielen dabei häufig eine Rolle.
Wenn Ängste sehr stark ausgeprägt sind, zu deutlichen Einschränkungen führen oder mit weiteren gravierenden Symptomen verbunden sind, kann es sinnvoll sein, eine ärztliche oder fachpsychiatrische Unterstützung anzudenken.
Unterschiedliche Formen von Angst
Angst zeigt sich nicht immer gleich, und genau das macht es oft schwierig, sie einzuordnen.
Manche erleben sie eher plötzlich und intensiv, mit einem klaren Höhepunkt innerhalb kurzer Zeit. Andere beschreiben eine eher dauerhafte Anspannung, die im Hintergrund präsent ist und sich nicht eindeutig an einzelnen Situationen festmachen lässt. Wieder andere stellen fest, dass bestimmte Situationen zunehmend gemieden werden, weil sie mit Angst verbunden sind.
Diese Unterschiede betreffen nicht nur die Form, sondern auch den Umgang damit im Alltag.
Im Folgenden findest Du einen kurzen Abriss der Angstformen, die in dem Krankheitsklassifikationsschema der WHO, dem ICD-10, beschrieben sind.
Panikattacken
Panikattacken treten meist plötzlich auf und erreichen innerhalb kurzer Zeit eine hohe Intensität.
Typisch sind körperliche Reaktionen wie Herzklopfen, Atemveränderungen, Schwindel oder ein Gefühl von Kontrollverlust. In solchen Momenten entsteht häufig der Eindruck, dass etwas Ernstes passiert, auch wenn sich im Nachhinein kein klarer Auslöser benennen lässt.
Viele erleben dabei nicht nur die akute Situation als belastend, sondern auch die Zeit danach, in der die Aufmerksamkeit stärker auf den eigenen Körper gerichtet ist und die Sorge entstehen kann, dass sich eine solche Situation wiederholt. Man spricht dann von der „Angst vor der Angst“.
Mehr Informationen zu einzelnen Panikattacken oder zur Panikstörung findest Du hier:
→ Panikattacken und die psychotherapeutische Begleitung in Saarbrücken
Generalisierte Angststörung
Bei der generalisierten Angst steht weniger ein einzelner Auslöser im Vordergrund, sondern eine anhaltende innere Anspannung.
Gedanken kreisen um mögliche Probleme, zukünftige Entwicklungen oder Situationen, die eintreten könnten. Diese Sorgen lassen sich oft nur schwer begrenzen oder abschließen, auch dann, wenn Du selbst sie als übertrieben erlebst.
Die Anspannung wirkt dabei eher dauerhaft als punktuell und kann sich auch körperlich bemerkbar machen, etwa durch innere Unruhe, Verspannungen oder ein Gefühl von ständiger Wachsamkeit.
→ Generalisierte Angststörung | therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Soziale Phobie
Soziale Ängste (auch: Sozialphobie) beziehen sich auf Situationen, in denen man von anderen wahrgenommen oder bewertet wird – oder auch nur werden könnte.
Im Vordergrund stehen häufig Gedanken darüber, wie man wirkt oder eingeschätzt wird, verbunden mit Unsicherheit oder Anspannung im Kontakt mit anderen. Diese Gedanken können dazu führen, dass Situationen vermieden oder nur unter erhöhter innerer Anspannung durchgestanden werden.
Dabei geht es oft weniger um einzelne Ereignisse als um ein generelles Muster im Umgang mit sozialen Situationen, also zum Beispiel bei Vorträgen, im Kontakt mit fremden Personen, beim Essengehen etc.
Mehr Informationen zu sozialen Ängsten findest Du hier:
→ Soziale Phobie | therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Agoraphobie
Die Agoraphobie ist eine Form der Angststörung, bei der Menschen Situationen oder Orte meiden, aus denen sie im Notfall nur schwer entkommen könnten. Dazu zählen etwa öffentliche Plätze, Menschenansammlungen oder das Reisen ohne Begleitung mit Bus, Bahn oder Flugzeug. Häufig besteht auch die Angst, das eigene Zuhause zu verlassen.
Oft besteht ein Zusammenhang mit den oben bereits beschriebenen Panikattacken: Viele Betroffene fürchten, in solchen Situationen plötzlich starke körperliche Symptome wie Schwindel, Herzrasen oder Atemnot zu entwickeln. Sie haben Sorge, dann nicht schnell fliehen zu können, keine Hilfe zu bekommen oder unangenehm aufzufallen.
Um solche Situationen zu vermeiden, entsteht häufig ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Diese „Angst vor der Angst“ kann den Alltag erheblich einschränken.
→ Agoraphobie und ihre therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Spezifische Phobien
Spezifische Phobien beziehen sich auf ganz konkrete Auslöser – also auf bestimmte Dinge oder Situationen, die unmittelbar Angst auslösen können.
Dazu gehören zum Beispiel die Angst vor Erbrechen (Emetophobie), vor Tieren (Zoophobien), vor engen Räumen (Klaustrophobie) oder auch vor Spritzen und Blut.
Typisch ist, dass die Anspannung sehr schnell einsetzt und sich stark an den jeweiligen Auslöser bindet. Dadurch werden bestimmte Situationen vermieden oder nur unter erhöhter innerer Anspannung bewältigt.
Mehr Informationen zu spezifischen Phobien findest Du hier:
→ Spezifische Phobien | therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Die psychotherapeutische Begleitung von Ängsten in unserer Praxis in Saarbrücken
In unserer Arbeit schauen wir als Heilpraktiker für Psychotherapie nicht nur auf die Angstsymptome im engeren Sinn.
Wir richten den Blick auf Dein gesamtes inneres Erleben: die ständige Alarmbereitschaft des Körpers, das Gefühl von Enge, die Sorge vor Kontrollverlust oder die zermürbende „Angst vor der Angst“.
Ein Ziel unserer gemeinsamen therapeutischen Arbeit kann es sein, eine neue Haltung zu Deinen Angstreaktionen zu entwickeln – ohne von jeder Welle der Panik oder Unsicherheit sofort überflutet zu werden. Dabei kann auch die Frage im Raum stehen: Wovor möchte Dich die Angst in Deinem aktuellen Lebensgefüge eigentlich schützen, und wie können wir dieses Schutzbedürfnis in sicherere Bahnen lenken?
Der methodenintegrative psychotherapeutische Ansatz bei Angststörungen in unserer Saarbrücker Praxis
Welche therapeutischen Impulse in der Begleitung einer Angstsymptomatik eine Rolle spielen, richtet sich nach Deiner persönlichen Situation.
Unser Ansatz ist es, verschiedene psychotherapeutische Vorgehensweisen so zu kombinieren, dass sie Dich dort abholen, wo Du in Deinem Erleben gerade stehst:
- Gesprächspsychotherapie (nach Carl Rogers): Wir bieten einen Raum, in dem Du über Deine Befürchtungen und Katastrophenszenarien sprechen kannst, ohne bewertet zu werden. Da Angst oft mit großer Scham und dem Gefühl des „Nicht-Funktionierens“ einhergeht, erfahren viele Klienten diesen wertfreien Rahmen als eine erste wesentliche Entlastung.
- Gestalttherapie nach Fritz Perls & TBIT (Trancebasierte Integrative Therapie): Diese humanistischen Verfahren können dabei unterstützen, die körperlichen Signale der Angst und wiederkehrende Blockaden deutlicher wahrzunehmen. Im Rahmen eines integrativen Ansatzes geht es darum, sichtbar zu machen, wie sehr alte Erfahrungen oder unterdrückte Impulse an der aktuellen Anspannung beteiligt sein können.
- Arbeit mit inneren Anteilen (auch: Innere-Kind-Arbeit): Wir betrachten das innere Gefüge oft als ein Zusammenspiel verschiedener Anteile. Dabei kann geschaut werden, welche Rolle zum Beispiel ein „ängstlicher Anteil“ einnimmt, der nach Sicherheit sucht, oder welcher Anteil durch das Vermeidungsverhalten im Alltag geschützt werden soll.
- Achtsamkeit, Körper & Nervensystem: Gerade bei Angst ist das Nervensystem oft im Überlebensmodus (Fight, Flight, Freeze). Achtsamkeitsbasierte Ansätze können helfen, eine beobachtende Distanz zu den aufsteigenden Impulsen zu gewinnen. Die Einbeziehung der Körperarbeit bietet eine Möglichkeit, die Suche nach innerer Erdung und die Regulation Deines Nervensystems aktiv zu unterstützen.
- Kognitive Elemente & EMDR: Um den Umgang mit kreisenden Sorgen, automatischen Gedanken und traumatisch besetzten Angsterlebnissen zu thematisieren, beziehen wir Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) oder dem EMDR mit ein. Wichtig dabei ist: Wir sind nicht das, was man „klassische EMDR- oder Verhaltenstherapeuten“ nennen würde. Der Blick auf Deine Gedankenmuster geschieht bei uns immer im Rahmen eines ganzheitlichen, humanistischen Ansatzes.
Eine Begleitung in Deinem Tempo
Die therapeutische Arbeit in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft orientiert sich auch bei Angststörungen an dem, was für Dich tragbar und stimmig ist.
Wir bieten Dir einen Rahmen, um die Wurzeln Deiner Angst zu betrachten und den eigenen Umgang mit angstbesetzten Situationen Schritt für Schritt und ohne Überforderung zu erkunden.
Dein Kontakt zu uns
Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei einer Angststörung in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft interessierst: Kontaktiere uns gerne.
Telefon:
- Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
- Tom Wilhelm | 0177 314 3183
Oder nutze unser Kontaktformular.
Unsere Praxisadresse:
Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.
Mehr Informationen zu uns und unseren Qualifikationen findest Du hier:
Hinweis
Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei Angsterkrankungen. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung. Bei Angsterkrankungen sollte im Vorfeld eine körperliche Abklärung der Symptomatik erfolgen.
Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auch bei Angststörungen auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie oder in einer psychosomatischen Klinik notwendig sein.
Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der TelefonSeelsorge unter: 0800/1110111 oder 0800/1110222.
Im Netz: online.telefonseelsorge.de
Über die Autoren dieser Seite:
Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.
Qualifikationen:
Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahren im Bereich psychischer Belastungen und in der psychotherapeutischen Begleitung verschiedener Angsterkrankungen und angrenzender Störungsbilder.
Tom hat zudem Fortbildungen in Verhaltenstherapie und EMDR sowie eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.