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Depression | therapeutische Begleitung im Saarland

Niritya & Tom sind Heilpraktiker für Psychotherapie mit Praxis in Saarbrücken. Sie informieren hier über psychotherapeutische Perspektiven sowie methodenintegrative Ansätze bei Depressionen und depressiven Verstimmungen.


Depression - Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie mit langjähriger Praxis in Saarbrücken, informieren über Depressionen und ihre Therapieansätze im Saarland.
Depressive Verstimmungen: Die Sicht fehlt und die Welt verliert an Farbe.

Die Depression verstehen – typische Anzeichen und Erfahrungen aus unserer Praxis

Eine Depression zeigt sich oft anders, als viele Nicht-Betroffene es erwarten würden: Statt einer tiefen Traurigkeit stehen häufig Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder ein Verlust an Lebensfreude im Vordergrund.

Was früher selbstverständlich war, kostet plötzlich enorme Überwindung – selbst einfachste alltägliche Aufgaben werden zur Belastung.

Wir hören in unserer Praxisgemeinschaft von betroffenen Klienten häufig, dass Depressionen schleichend beginnen. Wenn die Energie sinkt, Schuldgefühle gegenüber sich selbst und anderen zunehmen und die Gedanken unaufhörlich kreisen, bleibt das meist nicht ohne Folgen.

Bestehen diese Veränderungen länger, beeinflussen sie zunehmend das gesamte Leben:

  • Die Lebensqualtät: Sie nimmt spürbar ab – vieles fühlt sich nur noch schwer oder leer an.
  • Der Job: Die Konzentration schwindet; Aufgaben, die früher leichtfielen, werden zur Last.
  • Das Umfeld: Soziale Kontakte kosten plötzlich enorme Kraft; Rückzug und Isolation sind oft die Folge.

Vielleicht findest Du Dich in einigen dieser Aspekte wieder. Dann geht es oft nicht nur um das „Warum“, sondern um das „Wie weiter“.

Genau hier setzen wir an.

Als Heilpraktiker für Psychotherapie begleiten wir immer wieder Menschen mit leichten bis mittelgradigen Depressionen – sowohl in vorübergehenden Phasen als auch bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden.

Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick über typische Anzeichen von Depressivität, ihre Hintergründe und einen Einblick in unsere methodenübergreifende psychotherapeutische Arbeit mit der Depression in unserer Privatpraxis.

So begleiten wir Dich bei Depression


Einordnung unserer psychotherapeutischen Begleitung bei Depression als Heilpraktiker für Psychotherapie

In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft liegt der Schwerpunkt auf einer therapeutischen Begleitung bei leichten und mittelgradigen depressiven Episoden, auf anhaltenden Verläufen wie der Dysthymie und auf depressiven Reaktionen auf belastende Lebenssituationen.

Bei stärker ausgeprägten Verläufen, bei denen die Belastung erheblich ist oder der Alltag nur noch schwierig zu bewältigen ist, raten wir dringend an, ärztliche oder fachpsychiatrische Unterstützung zur Behandlung von Depressionen einzubeziehen.


Symptomatik: Wie zeigt sich eine Depression?

Die Depression hat viele Gesichter. Oft ist es nicht die tiefe Traurigkeit, die dominiert, sondern ein schleichender Verlust von Farbigkeit und Energie. Typische Anzeichen sind:

  • Körperliche Signale: Anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen oder ein permanentes Engegefühl.
  • Innere Leere: Ein Gefühl von Gefühllosigkeit, von emotionaler Taubheit oder tiefer Gleichgültigkeit.
  • Antriebslosigkeit: Wenn selbst kleine Erledigungen oder alltägliche Dinge sich wie ein Mount Everest anfühlen.
  • Gedankenschleifen: Ständiges Grübeln und Selbstzweifel, die keinen Ausweg lassen.
  • Schuldgefühle: Das quälende Gefühl, eine Last für andere zu sein oder den eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden.
  • Freudlosigkeit: Dinge, die früher Spaß gemacht haben, fühlen sich bedeutungslos an.
  • Rückzug: Das Bedürfnis, sich zu isolieren, auch wenn man sich eigentlich einsam fühlt.

Warum das wichtig ist:

Diese Symptome sind keine Charakterschwäche, sondern biologische und psychische Signale Deines Systems.

Der erste Schritt in der psychotherapeutischen Begleitung einer Depression liegt tatsächlich oft darin, diese Depressionssymptome klar zu benennen und sie einzuordnen, um den Nebel etwas zu lichten.


Formen der Depression – ein kurzer Überblick

Der Begriff „Depression“ beschreibt Veränderungen, die meist mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen: Die Stimmung sinkt, der Antrieb schwindet und die Gedanken kreisen.

Das internationale Klassifikationsschema ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation WHO hilft dabei, diese unterschiedlichen Verläufe einzuordnen.

Was meint der Begriff „depressive Episode“?

Eine „depressive Episode“ beschreibt in der WHO-Klassifikation einen Zeitraum, in dem verschiedene der oben genannten Symptome gleichzeitig auftreten und das Erleben sowie den Alltag spürbar beeinträchtigen.

Damit Mediziner und Therapeuten in diesem Zusammenhang von einer Episode sprechen, müssen diese Veränderungen in der Regel über mindestens zwei Wochen hinweg bestehen.

Dabei unterscheidet man drei Schweregrade der Depression:

  • Leicht: Der Alltag wird unter großer Anstrengung bewältigt, die Lebensqualität sinkt jedoch spürbar.
  • Mittelgradig: Berufliche und soziale Anforderungen lassen sich nur noch schwer erfüllen.
  • Schwer: Eine Bewältigung des normalen Alltags ist kaum oder gar nicht mehr möglich.

Chronische Verläufe (Dysthymie)

Die Dysthymie ist keine abgegrenzte Phase, sondern eine weniger ausgeprägte, dafür aber meist über Jahre anhaltende Form der Niedergeschlagenheit.

Sie wird oft als ein Zustand erlebt, der schon sehr lange mitschwingt. Viele Betroffene schildern auch eine verminderte Fähigkeit, Freude oder Interesse zu empfinden (Anhedonie).

In unserem Blog findest Du einen weiterführenden Artikel zum Thema: „Dysthymie – die kleine Schwester der Depression„.

Depressive Reaktionen (Anpassungsstörung)

Bei einer depressiven Reaktion im Rahmen einer Anpassungsstörung treten depressive Symptome als direkte Antwort auf belastende Lebenssituationen wie etwa den Verlust des Arbeitsplatzes oder eines geliebten Menschen.

Dann kann das Gefühl entstehen, keinen festen Boden mehr unter den Füßen zu haben oder den Zugang zu sich selbst und dem eigenen Leben zu verlieren. Häufig geht es in diesem Rahmen auch um Anspannung, Verbitterung, Scham, Schuld, (Zukunfts-)Ängste und andere Emotionen.

Mehr zu diesen depressiven Reaktionen findest du auf unserer Seite zu den Anpassungsstörungen.

Nochmals der Hinweis:

Unser therapeutisches Angebot bei Depression als Heilpraktiker für Psychotherapie richtet sich an Menschen mit leichten und mittelgradigen Episoden, mit Anpassungsstörungen oder Dysthymie.

Bei einem schweren Verlauf ist in aller Regel eine (fach-)ärztliche Behandlung notwendig, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.


Begriffe, die häufig im Zusammenhang mit Depression oft fallen

Neben diesen „offiziellen“ Depressionsformen werden im Alltag aber auch noch weitere Begriffe genannt, zum Beispiel:

  • die endogene Depression: Dieser Begriff wird heute im medizinischen Kontext nur noch selten genannt. Gemeint ist damit, dass diese Form scheinbar ohne äußeren Anlass auftritt und mit genetischen oder neurochemischen Faktoren zusammenhängt.
  • die agitierte Depression: Sie ist geprägt von innerer Unruhe, Anspannung, Ängsten und Schlafproblemen.
  • eine maskierte Depression: Diese Depressionsform äußert sich eher durch körperliche Beschwerden, während die seelische Ursache im Hintergrund bleibt.
  • saisonale Depressionen: Eine Herbst- / Winterdepression verstärkt sich in den dunklen Monaten und zeigt sich u. a. in Müdigkeit, gedrückter Stimmung und häufig auch in einem verändertem Essverhalten.

Ein noch ziemlich neuer, eher poulärwissenschaftlicher Begriff ist die sogenannte „hochfunktionale Depression„.

Damit ist ein Verlauf gemeint, bei der die Betroffenen trotz ihres Leidens ihren Alltag noch erstaunlich gut bewältigen, eben „hochgradig gut funktionieren“.


Therapeutische Begleitung bei Depression in unser Praxisgemeinschaft am Beethovenplatz

Eine Therapie auf Augenhöhe: Den ganzen Menschen sehen

In unserer Arbeit schauen wir als Heilpraktiker für Psychotherapie nicht nur auf die depressiven Symptome im engeren Sinn. Wir richten den Blick auf Dein gesamtes inneres Erleben: innere Anspannung, Verunsicherung, Selbstzweifel, Schuldgefühle oder das Gefühl einer tiefen inneren Schwere.

Ein Ziel unserer gemeinsamen therapeutischen Arbeit kann es sein, einen anderen Blick auf das zu entwickeln, was im Inneren passiert – ohne sich mit jedem Gedanken sofort identifizieren zu müssen. Dabei kann auch die Frage im Raum stehen: Welche Funktion erfüllt der aktuelle Rückzug oder die gedrückte Stimmung im Gefüge Deines Systems?

Der methodenintegrative psychotherapeutische Ansatz bei Depression in unserer Saarbrücker Praxis

Welche therapeutischen Impulse in der Begleitung einer depressiven Symptomatik eine Rolle spielen, richtet sich nach Deiner persönlichen Situation.

Unser Ansatz ist es, verschiedene psychotherapeutische Vorgehensweisen so zu kombinieren, dass sie Dich dort abholen, wo Du gerade stehst:

  • Gesprächspsychotherapie (nach Carl Rogers): Wir bieten einen Raum, in dem auch schuld- oder schambesetzte Themen ohne Bewertung ausgesprochen werden können. Da depressives Erleben häufig mit sozialem Rückzug und strenger Selbstverurteilung einhergeht, wird dieser wertfreie Rahmen von manchen unserer Klienten als eine erste Entlastung erfahren.
  • Gestalttherapie nach Fritz Perls & TBIT (Trancebasierte Integrative Therapie): Diese humanistischen und Emotionen fokussierenden Verfahren können dabei unterstützen, innere Spannungen, Gefühle und wiederkehrende Muster im Erleben deutlicher wahrzunehmen. Im Rahmen eines integrativen Ansatzes kann es auch darum gehen, sichtbar zu machen, wie sehr alte Prägungen, innere Forderungen oder unerledigte Situationen am aktuellen Erleben beteiligt sein können.
  • Arbeit mit inneren Anteilen: Wir betrachten das innere Gefüge oft als ein Zusammenspiel verschiedener Anteile unserer Persönlichkeit. Dabei kann geschaut werden, welche Rolle zum Beispiel der „innere Kritiker“ einnimmt oder welcher Anteil durch den Rückzug geschützt werden soll.
  • Achtsamkeit, Körper & Nervensystem: Achtsamkeitsbasierte Ansätze können dabei helfen, eine beobachtende Distanz zu den eigenen Gedanken und Gefühlen zu entwickeln. Wenn das System in Alarmzuständen feststeckt oder kaum zur Ruhe kommt, kann zudem die Einbeziehung der Körperarbeit eine Möglichkeit sein, die Suche nach innerer Stabilität und Regulation des Nervensystems zu unterstützen.
  • Kognitive Elemente & traumasensible Begleitung: Um den Umgang mit belastenden Gedankenmustern und Erfahrungen zu thematisieren, beziehen wir auch Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie KVT oder dem EMDR mit ein. Wichtig dabei ist: Wir sind nicht das, was man „klassische Verhaltenstherapeuten“ nennen würde. Auch die Arbeit mit kognitiven Elementen oder dem EMDR geschieht bei uns immer im Rahmen eines ganzheitlichen, humanistischen Ansatzes.

Eine Begleitung in Deinem Tempo

Die therapeutische Arbeit in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft orientiert sich auch bei einer Depression an dem, was für Dich tragbar und stimmig ist.

Wir bieten Dir einen Rahmen an, um innere Zusammenhänge zu betrachten und den eigenen Umgang mit depressiven Mustern Schritt für Schritt zu erkunden.

Psychotherapie . den Menschen sehen


Dein Kontakt zu uns

Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei Depressivität in unserer Praxisgemeinschaft interessierst: Kontaktiere uns gerne.

Telefon:

  • Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
  • Tom Wilhelm | 0177 314 3183

Oder nutze unser Kontaktformular.

Unsere Praxisadresse:

Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.

Mehr Informationen zu uns und unseren Qualifikationen findest Du hier:

→  Über uns – und wie wir arbeiten


Hinweis

Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei Depressivität. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung. Bei Depressionen sollte im Vorfeld einer Psychotherapie eine körperliche Abklärung der Symptomatik erfolgen.

Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auch bei einer Depression auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.

Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten oder auch in einer Klinik notwendig sein.

Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der 

TelefonSeelsorge unter: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222.

Im Netz: online.telefonseelsorge.de


Über die Autoren dieses Artikels:

Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm sind beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.

Qualifikationen:

Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahren im Bereich psychischer Belastungen und deren therapeutischer Begleitung, auch in der Arbeit mit Depressionen und ihren Dynamiken.

Tom hat zudem Fortbildungen in Verhaltenstherapie und EMDR sowie eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.