Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über Angststörungen und ihre Ansätze in der Angst-Therapie.

Angststörungen – wenn die Angst den Alltag bestimmt
Ein gewisses Maß an Angst ist normal, jeder von uns kennt das. Bei einer Angststörung jedoch tritt sie übermäßig stark oder ohne klaren Anlass auf – und sie beginnt, den Alltag zu bestimmen. Symptome wie Herzrasen, ständige Anspannung, Grübelgedanken oder Vermeidung werden zur Belastung und schränken die Lebensqualität des Betroffenen spürbar ein.
Angststörungen begegnen uns häufig in unserer Praxis in Saarbrücken. Sie gehören insgesamt zu den häufiger vorkommenden psychischen Erkrankungen und umfassen unterschiedliche Formen, die sich darin unterscheiden, wann Angst auftritt, worauf sie sich bezieht und wie sie erlebt wird.
Im ICD-10 werden unter anderem Panikstörung, generalisierte Angststörung, soziale Phobie und Agoraphobie unterschieden. Diese Einteilung beschreibt keine vollständig getrennten Bereiche, sondern unterschiedliche Schwerpunkte im Erleben von Angst, die sich im Alltag oft überschneiden..
Zur Häufigkeit: Etwa 14–15 % der Menschen in Deutschland entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Angststörung (DPtV-Report Psychotherapie, 2020). Da viele Fälle unerkannt bleiben, dürfte die tatsächliche Zahl weitaus höher liegen.
Heilpraktiker für Psychotherapie – eine Einordnung unserer Begleitung
In unserer Praxis liegt der Schwerpunkt auf der Begleitung bei Angstzuständen, die sich im Alltag bemerkbar machen, aber noch eingeordnet und bearbeitet werden können.
Dazu gehören unter anderem Panikattacken, anhaltende Formen von Angst wie die generalisierte Angststörung, soziale Ängste oder Situationen, in denen Angst an bestimmte Orte oder Umstände gebunden ist. Auch Vermeidungsverhalten, die sogenannte „Angst vor der Angst“ oder eine zunehmende innere Anspannung spielen dabei häufig eine Rolle.
Wenn Ängste sehr stark ausgeprägt sind, zu deutlichen Einschränkungen führen oder mit weiteren gravierenden Symptomen verbunden sind, kann es sinnvoll sein, eine ärztliche oder fachpsychiatrische Unterstützung anzudenken.
Unterschiedliche Formen von Angst
Angst zeigt sich nicht immer gleich, und genau das macht es oft schwierig, sie einzuordnen.
Manche erleben sie eher plötzlich und intensiv, mit einem klaren Höhepunkt innerhalb kurzer Zeit. Andere beschreiben eine eher dauerhafte Anspannung, die im Hintergrund präsent ist und sich nicht eindeutig an einzelnen Situationen festmachen lässt. Wieder andere stellen fest, dass bestimmte Situationen zunehmend gemieden werden, weil sie mit Angst verbunden sind.
Diese Unterschiede betreffen nicht nur die Form, sondern auch den Umgang damit im Alltag.
Im Folgenden findest Du einen kurzen Abriss der Angstformen, die in dem Krankheitsklassifikationsschema der WHO, dem ICD-10, beschrieben sind.
Panikattacken
Panikattacken treten meist plötzlich auf und erreichen innerhalb kurzer Zeit eine hohe Intensität.
Typisch sind körperliche Reaktionen wie Herzklopfen, Atemveränderungen, Schwindel oder ein Gefühl von Kontrollverlust. In solchen Momenten entsteht häufig der Eindruck, dass etwas Ernstes passiert, auch wenn sich im Nachhinein kein klarer Auslöser benennen lässt.
Viele erleben dabei nicht nur die akute Situation als belastend, sondern auch die Zeit danach, in der die Aufmerksamkeit stärker auf den eigenen Körper gerichtet ist und die Sorge entstehen kann, dass sich eine solche Situation wiederholt. Man spricht dann von der „Angst vor der Angst“.
Mehr Informationen zur Panikstörung findest Du hier:
→ Panikattacken und die psychotherapeutische Begleitung in Saarbrücken
Generalisierte Angststörung
Bei der generalisierten Angst steht weniger ein einzelner Auslöser im Vordergrund, sondern eine anhaltende innere Anspannung.
Gedanken kreisen um mögliche Probleme, zukünftige Entwicklungen oder Situationen, die eintreten könnten. Diese Sorgen lassen sich oft nur schwer begrenzen oder abschließen, auch dann, wenn Du selbst sie als übertrieben erlebst.
Die Anspannung wirkt dabei eher dauerhaft als punktuell und kann sich auch körperlich bemerkbar machen, etwa durch innere Unruhe, Verspannungen oder ein Gefühl von ständiger Wachsamkeit.
→ Generalisierte Angststörung | therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Soziale Phobie
Soziale Ängste beziehen sich auf Situationen, in denen man von anderen wahrgenommen oder bewertet wird – oder auch nur werden könnte.
Im Vordergrund stehen häufig Gedanken darüber, wie man wirkt oder eingeschätzt wird, verbunden mit Unsicherheit oder Anspannung im Kontakt mit anderen. Diese Gedanken können dazu führen, dass Situationen vermieden oder nur unter erhöhter innerer Anspannung durchgestanden werden.
Dabei geht es oft weniger um einzelne Ereignisse als um ein generelles Muster im Umgang mit sozialen Situationen, also zum Beispiel bei Vorträgen, im Kontakt mit fremden Personen, beim Essengehen etc.
Mehr Informationen zu sozialen Ängsten findest Du hier:
→ Soziale Phobie | therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Agoraphobie
Die Agoraphobie ist eine Form der Angststörung, bei der Menschen Situationen oder Orte meiden, aus denen sie im Notfall nur schwer entkommen könnten. Dazu zählen etwa öffentliche Plätze, Menschenansammlungen oder das Reisen ohne Begleitung mit Bus, Bahn oder Flugzeug. Häufig besteht auch die Angst, das eigene Zuhause zu verlassen.
Oft besteht ein Zusammenhang mit den oben bereits beschriebenen Panikattacken: Viele Betroffene fürchten, in solchen Situationen plötzlich starke körperliche Symptome wie Schwindel, Herzrasen oder Atemnot zu entwickeln. Sie haben Sorge, dann nicht schnell fliehen zu können, keine Hilfe zu bekommen oder unangenehm aufzufallen.
Um solche Situationen zu vermeiden, entsteht häufig ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Diese „Angst vor der Angst“ kann den Alltag erheblich einschränken.
→ Agoraphobie und ihre therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Spezifische Phobien
Spezifische Phobien beziehen sich auf ganz konkrete Auslöser – also auf bestimmte Dinge oder Situationen, die unmittelbar Angst auslösen können.
Dazu gehören zum Beispiel die Angst vor Erbrechen (Emetophobie), vor engen Räumen (Klaustrophobie) oder auch vor Spritzen und Blut.
Typisch ist, dass die Anspannung sehr schnell einsetzt und sich stark an den jeweiligen Auslöser bindet. Dadurch werden bestimmte Situationen vermieden oder nur unter erhöhter innerer Anspannung bewältigt.
Mehr Informationen zu spezifischen Phobien findest Du hier:
→ Spezifische Phobien | therapeutische Begleitung in Saarbrücken
Angststörungen in unserer Saarbrücker Praxis
In unserer Praxis begleiten wir als Heilpraktiker für Psychotherapie Menschen mit Angststörungen mit unterschiedlichen psychotherapeutischen Ansätzen, die wir je nach Anliegen und persönlicher Situation individuell und sinnvoll kombinieren.
Zu den Psychotherapieverfahren, die wir in der therapeutischen Begleitung von Angststörungen einsetzen, gehören z.B. die Gesprächstherapie nach Carl Rogers, die Gestalttherapie, die Innere-Kind-Arbeit und die Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT), aber auch Elemente aus der Verhaltenstherapie, EMDR und achtsamkeitsbasierte Verfahren.
Im gemeinsamen Gespräch schauen wir auch auf Deine Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen. Dabei orientieren wir uns an Deinem Tempo und an dem, was sich für Dich passend anfühlt und gut tragbar ist.
Mehr Information zu unserer psychotherapeutischen Arbeitsweise findest du hier:
→ Psychotherapie: den Menschen sehen
Dein Kontakt zu uns
Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei einer Angststörung in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft interessierst: Kontaktiere uns gerne.
Telefon:
- Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
- Tom Wilhelm | 0177 314 3183
Oder nutze unser Kontaktformular.
Unsere Praxisadresse:
Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.
Mehr Informationen zu uns und unseren Qualifikationen findest Du hier:
Hinweis
Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei Angsterkrankungen. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.
Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie oder in einer psychosomatischen Klinik notwendig sein.
Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der TelefonSeelsorge unter: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222.
Im Netz: online.telefonseelsorge.de
Über die Autoren dieser Seite:
Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.
Qualifikationen:
Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahre im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.
Tom hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.