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Agoraphobie | therapeutische Begleitung in Saarbrücken

Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über die Agoraphobie und ihre Therapie-Ansätze.


Agoraphobie engt den Alltag extrem ein. Nirtya und Tom, Heilpraktiker mit Praxis in Saarbrücken, informieren über die Agoraphobie und Therapie-Ansätze.
Menschen, die von einer Agoraphobie betroffen sind, erleben ihren Alltag als immer stärker eingeschränkt.

Agoraphobie – wenn sich die Bewegungsfreiheit immer weiter einschränkt

Bei einer Agoraphobie verlieren alltägliche Situationen ihre Selbstverständlichkeit: Wege, an die früher kein Gedanke verschwendet wurde, fühlen sich plötzlich unsicher an – nicht mal wegen der Situation selbst, sondern wegen dem, was in ihr passieren könnte.

Die Aufmerksamkeit richtet sich dann meistens auf die Frage, ob es im Notfall Fluchtmöglichkeiten, Hilfe oder so etwas wie eine Rückzugsmöglichkeit gibt.

Es geht bei einer Agoraphobie weniger um eine konkrete Gefahr von außen, sondern um die Sorge, in einer Situation festzustecken, in der man sich ausgeliefert fühlt oder – und das wird in unserer Praxis in Saarbrücken von den Betroffenen häufig geschildert – keine Kontrolle hat.

Oft beginnt ein agoraphobisches Erleben schleichend. Zunächst fühlen sich nur einzelne Situationen unangenehm an. Die werden dann gedanklich nachbereitet – Stichwort „Overthinking“.

Und beim nächsten Mal entsteht bereits im Vorfeld schon ein Mehr an Anspannung.


Wie sich eine Agoraphobie zeigen kann

Die Angst tritt vor allem in Situationen auf, die als schwer kontrollierbar erlebt werden.

Dazu gehören häufig Orte oder Situationen, in denen man nicht sofort gehen kann, nicht unbemerkt reagieren kann oder auf andere angewiesen ist. Typisch sind etwa Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, längere Fahrten, Reisen, Wartesituationen oder das Alleinsein außerhalb der eigenen Wohnung.

In solchen Momenten kann die Anspannung schnell ansteigen. Der Körper reagiert mit Unruhe, Schwindel, Herzklopfen oder einem Gefühl von Instabilität. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit stark nach innen: Kleine Veränderungen werden sofort wahrgenommen und bewertet.

Gedanklich steht häufig die Frage im Raum, ob sich die Situation noch kontrollieren lässt. Gedanken wie „Was, wenn ich hier rausmuss?“ oder „Was passiert, wenn es schlimmer wird?“ können sich dann extrem schnell in den Vordergrund drängen.


Zusammenhang mit Panik und körperlichen Reaktionen bei der Agoraphobie

Häufig steht diese Angststörung in Verbindung mit intensiven körperlichen Angsterfahrungen, ganz häufig auch mit Panikattacken.

Durch dieses Erleben verschiebt sich der Fokus: Nicht mehr nur die Situation ist entscheidend, sondern die Erwartung davon, dass der eigene Körper erneut so extrem reagieren könnte, eine „Angst vor der Angst“ entsteht.

Viele der Betroffenen beginnen in der Folge, ihre körperlichen Empfindungen genauer zu beobachten.

Schon leichte Veränderungen – etwa ein schnellerer Puls oder ein Gefühl von Unsicherheit – können dann wieder ausreichen, um die Anspannung zu steigern, die, wenn sie eskaliert, sich zu einer Panikattacke auswachsen kann.

Der Körper erinnert sich quasi an den Kontext, und ähnliche Situationen lösen schneller wieder Anspannung aus.

Das Krankheitsklassifikationsschema ICD-10 spricht dann von einer Agoraphobie mit Panikstörung.


Agoraphobie: typisches Verhalten im Alltag

Im Alltag zeigt sich die Agoraphobie häufig durch Anpassungen, die zunächst sinnvoll erscheinen.

Wege werden so geplant, dass ein schneller Rückzug möglich ist. Bestimmte Orte werden gemieden oder nur noch in Begleitung aufgesucht, ein Sicherheitsverhalten entwickelt sich.

Viele Betroffene schildern in unserer Praxis in Saarbrücken, dass sie ständig darauf achten, immer einen „sicheren Ausgang“ im Blick zu haben oder sich bewusst in Randbereiche zu setzen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, das Störungsbild von dem der sozialen Phobie zu unterscheiden, bei der die Befürchtung vor einer Bewertung im Vordergrund steht.

Auch zeitliche Faktoren spielen bei vielen Betroffenen eine Rolle. Situationen werden auf Uhrzeiten gelegt, in denen weniger los ist, oder ganz vermieden, wenn sie als zu unübersichtlich und zu voll empfunden werden.

Diese Strategien können natürlich kurzfristig zu einer Entlastung führen. Gleichzeitig tragen sie aber dazu bei, dass sich der Bewegungsradius nach und nach immer weiter verkleinert.

Spontane Entscheidungen werden seltener, und der Alltag wird stärker strukturiert, um Unsicherheit zu vermeiden. Auch soziale Kontakte können sich verändern, weil Treffen seltener stattfinden oder nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich sind.

Viele Betroffene beschreiben, dass nicht nur einzelne Situationen belastend sind, sondern dass sich der Alltag insgesamt enger anfühlt.


Wie sich der Kreislauf aufrechterhält

Die Entlastung durch Vermeidung hat eine wichtige Nebenwirkung: Sie verhindert, dass neue, korrigierende Erfahrungen entstehen.

Dadurch bleibt die ursprüngliche Einschätzung bestehen oder verstärkt sich sogar. Situationen wirken weiterhin unsicher, und die Erwartung, dass etwas passieren könnte, bleibt aktiv.

Mit der Zeit kann schon der Gedanke an eine bestimmte Situation ausreichen, um Anspannung auszulösen. Die Reaktion verschiebt sich von der konkreten Erfahrung hin zur Erwartung.

So entsteht ein Kreislauf, in dem Angst, körperliche Reaktionen und Vermeidung ineinandergreifen – und sich damit gegenseitig stabilisieren.


Therapeutische Begleitung einer Agoraphobie in unserer Praxis in Saarbrücken

In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft begleiten wir als Heilpraktiker für Psychotherapie immer wieder Menschen, die unter einer Agoraphobie und der damit einhergehenden Einengung ihres Lebens leiden.

Wir begleiten dabei mit unterschiedlichen psychotherapeutischen Ansätzen, die wir je nach der persönlichen Situation individuell und sinnvoll kombinieren.

Zu den Psychotherapieverfahren, die wir in der therapeutischen Begleitung einer Agoraphobie einsetzen, gehören z.B. die Gesprächstherapie nach Carl Rogers, die Gestalttherapie, eine Innere-Kind-Arbeit und die Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT), aber auch Elemente aus der Verhaltenstherapie, EMDR und achtsamkeitsbasierte Verfahren.

Im gemeinsamen Gespräch schauen wir auch auf Deine Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen. Dabei orientieren wir uns ganz an Deinem Tempo und an dem, was sich für Dich passend anfühlt und gut tragbar ist.

Mehr Information zu unserer psychotherapeutischen Arbeitsweise findest du hier:

→ Psychotherapie: den Menschen sehen


Dein Kontakt zu uns und unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft

Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei einer Agoraphobie in unserer zentral in Saarbrücken gelegenen Praxis interessierst: Kontaktiere uns gerne.

Telefon:

  • Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
  • Tom Wilhelm | 0177 314 3183

Oder nutze unser Kontaktformular.

Unsere Praxisadresse:

Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.

Mehr Informationen zu uns, unseren Qualifikationen und unserer Praxis findest Du hier:

→  Über uns – und wie wir arbeiten


Hinweis

Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei einer Agoraphobie. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.

Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.

Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten oder auch in einer Klinik notwendig sein.

Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der 

TelefonSeelsorge unter: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.

Im Netz: online.telefonseelsorge.de


Über die Autoren dieses Artikels:

Niritya Speicher-Wilhelm und Tom Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.

Qualifikationen:

Beide haben unter anderem eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahre im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.

Tom hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.