Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über generalisierte Angststörungen und ihre Therapie-Ansätze.

Generalisierte Angststörung – wenn die Sorgen nicht zur Ruhe kommen
Du liegst abends im Bett – und eigentlich willst Du abschalten.
Doch die Gedanken hören nicht auf: Habe ich heute alles richtig gemacht? Geht es den nahestehenden Menschen gut? Hoffentlich ist nichts passiert!? Könnte morgen etwas schiefgehen? Und was ist mit den Dingen, die ich vielleicht übersehen habe?
Bei einer generalisierten Angststörung richten sich diese Gedanken auf alle möglichen Probleme oder Unsicherheiten. Dabei geht es selten nur um ein einzelnes Thema. Vielmehr entstehen immer neue Gedankengänge, die sich auf unterschiedliche Lebensbereiche beziehen – etwa Gesundheit, Familie, Arbeit oder alltägliche Entscheidungen.
In unserer Praxis in Saarbrücken hören wir öfter den Satz: „So als ob die Gedanken einfach hängen bleiben!“
Und selbst wenn eigentlich alles geklärt ist, verschwindet dieses Gefühl nicht ganz – es bleibt im Hintergrund und taucht früher oder später wieder auf.
Charakteristisch für die generalisierte Angst ist dabei weniger der einzelne Gedanke als die Art, wie sich die Gedanken fortsetzen. Ein Thema geht in das nächste über, und es entsteht ein innerer Prozess, der sich nur schwer unterbrechen lässt.
Der Kopf ist dauerhaft beschäftigt – oft damit, alle Eventualitäten im Vorfeld schon durchdacht zu haben.
Wie kann sich eine generalisierte Angststörung zeigen?
Die generalisierte Angststörung zeigt sich meist nicht mit plötzlich auftretenden Angstattacken, sondern in einer anhaltenden inneren Anspannung, die sich über längere Zeit hinweg bemerkbar macht.
Typische Anzeichen können zum Beispiel sein:
- anhaltendes Grübeln über mögliche Probleme oder Unsicherheiten
- das Gefühl, die eigenen Gedanken nicht zur Ruhe bringen zu können
- innere Unruhe oder Nervosität
- körperliche Anspannung, etwa im Nacken, in den Schultern oder im Rücken
- schnelle Erschöpfung trotz ausreichender Belastbarkeit
- Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen
- Schlafprobleme, insbesondere durch fortlaufende Gedanken
Viele Klienten in unserer Praxis in Saarbrücken schildern uns, dass sie die Gedanken zwar als übertrieben oder wenig hilfreich erkennen, sie aber dennoch nicht einfach abschalten können.
Und dass Versuche, sich endgültige Klarheit zu verschaffen oder alles „perfekt durchzudenken“, im Regelfall eher dazu führen, dass sich die Gedankenschleifen noch weiter ausdehnen.
Warum anhaltende Sorgen so belastend sein können
Im Unterschied zu anderen Angstformen ist die Belastung in einer generalisierten Angststörung weniger an einzelne Situationen gebunden, sondern ergibt sich aus einem dauerhaft erhöhten inneren Spannungsniveau.
Die Gedanken lassen sich nur schwer unterbrechen und erzeugen ein Gefühl von ständiger innerer Aktivität. Dadurch fällt es vielen schwer, sich wirklich auf etwas einzulassen oder gedanklich zur Ruhe zu kommen.
Mit der Zeit kann diese dauerhafte Anspannung zu Erschöpfung führen. Tätigkeiten, die früher selbstverständlich waren, erfordern mehr Konzentration, und die eigene Belastbarkeit wird anders wahrgenommen.
Auch Erholungsphasen sind häufig eingeschränkt, weil die Gedanken weiterlaufen – etwa abends oder nachts. Dadurch kann sich ein Kreislauf entwickeln, in dem Anspannung, Müdigkeit und erneutes Grübeln sich gegenseitig „hochschaukeln“.
Ein Teufelskreis aus Sorgen und Grübeln
In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft wird häufiger geschildert, dass auch bei der generalisierten Angststörung eine Art von Teufelskreis entsteht:
Ein Gedanke taucht auf – etwa, ob etwas schiefgehen könnte oder ob Du an alles gedacht hast. Du beginnst, ihn weiterzudenken, suchst nach Lösungen und gehst verschiedene Möglichkeiten durch.
Dabei steigt die innere Anspannung. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, und der Kopf läuft weiter. Gleichzeitig kostet dieses ständige Nachdenken Kraft und Konzentration – es entsteht eine Mischung aus Anspannung und Müdigkeit.
Gerade dieser Zustand macht es dann schwer, Abstand zu gewinnen. Die Gedanken setzen sich fort, springen zum nächsten Thema oder kommen immer wieder zurück.
Einordnung der generalisierten Angst
Die generalisierte Angststörung wird im Krankheitsklassifikationsschema ICD-10 den Angststörungen zugerechnet. Im Mittelpunkt steht eine anhaltende und schwer kontrollierbare Sorgenneigung, die sich auf verschiedene Lebensbereiche bezieht.
Im Unterschied zu Panikattacken fehlt meist die plötzlich einsetzende, intensive Angst. Stattdessen besteht ein eher gleichbleibendes Gefühl von innerer Anspannung. Im Vergleich zur sozialen Phobie ist die Angst nicht an bestimmte soziale Situationen gebunden, sondern tritt themenübergreifend auf. Und bei einer Agoraphobie geht es eher um eine starke Angst vor öffentlichen Orten oder Menschenmengen.
Viele Betroffene berichten, dass sie schon länger dazu neigen, viel nachzudenken oder sich intensiv mit möglichen Problemen auseinanderzusetzen. Im Verlauf kann sich daraus ein Muster entwickeln, das immer mehr Raum im Alltag einnimmt.
Zusammenhang mit anderen Belastungen
Anhaltende Sorgen treten häufig im Zusammenhang mit anderen seelischen und körperlichen Belastungen auf.
Die dauerhafte innere Anspannung kann sich auf die Stimmung auswirken und mit Erschöpfung, verminderter Belastbarkeit oder Schlafproblemen einhergehen. In belastenden Lebensphasen oder bei anhaltender Unsicherheit kann sich die Tendenz zum Grübeln verstärken.
Auch körperliche Stressreaktionen können auftreten, etwa anhaltende Muskelspannung, Zähneknirschen oder ein Gefühl von innerer Unruhe. Viele beschreiben dabei, dass sie sich nur schwer wirklich entspannen können. Auch Panikattacken können auftreten.
Generalisierte Angststörung: therapeutische Begleitung in unserer Praxis in Saarbrücken
In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft begleiten wir als Heilpraktiker für Psychotherapie immer wieder Klienten mit generalisierter Angststörung. Wir nutzen dabei unterschiedliche psychotherapeutische Ansätzen, die wir je nach Anliegen und persönlicher Situation individuell und sinnvoll kombinieren.
Zu den Psychotherapieverfahren, die wir in der therapeutischen Begleitung einer generalisierten Angst einsetzen, gehören z.B. die Gesprächstherapie nach Carl Rogers, die Gestalttherapie, eine Innere-Kind-Arbeit und die Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT), aber auch Elemente aus der Verhaltenstherapie, EMDR und achtsamkeitsbasierte Verfahren.
Im gemeinsamen Gespräch schauen wir auch auf Deine Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen. Dabei orientieren wir uns an Deinem Tempo und an dem, was sich für Dich passend anfühlt und gut tragbar ist.
Mehr Information zu unserer psychotherapeutischen Arbeitsweise findest du hier:
→ Psychotherapie: den Menschen sehen
Dein Kontakt zu uns
Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei einer generalisierten Angst in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft interessierst: Kontaktiere uns gerne.
Telefon:
- Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
- Tom Wilhelm | 0177 314 3183
Oder nutze unser Kontaktformular.
Unsere Praxisadresse:
Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.
Mehr Informationen zu uns und unseren Qualifikationen findest Du hier:
Hinweis
Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei generalisierter Angststörung. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.
Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie oder in einer psychosomatischen Klinik notwendig sein.
Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der TelefonSeelsorge unter: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222.
Im Netz: online.telefonseelsorge.de
Über die Autoren dieser Seite:
Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.
Qualifikationen:
Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahre im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.
Tom hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.