Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über das Thema Panikstörung und ihre Therapie-Ansätze

Panikattacken – wenn die Angst überwältigend wird
Manche Formen von Angst entwickeln sich schleichend. Panikattacken hingegen treten oft plötzlich auf – scheinbar aus dem Nichts. Betroffene erleben dabei intensive körperliche und emotionale Reaktionen, die sich nur schwer kontrollieren lassen.
Typisch für Panikattacken ist, dass die Symptome sehr schnell an Stärke gewinnen. Was zunächst wie ein Unwohlsein beginnt, kann sich innerhalb kurzer Zeit zu einer überwältigenden Angst steigern.
Wir hören in unserer Praxis in Saarbrücken von den Betroffenen oft, dass sie ein Gefühl beschreiben, die Kontrolle zu verlieren oder dass „etwas ganz und gar nicht stimmt“. Das passt sehr gut zum Bild der Panikstörung: Auch wenn Panikattacken in der Regel ungefährlich sind, werden sie oft als existenziell bedrohlich erlebt.
Wie zeigen sich Panikattacken konkret?
Panikattacken betreffen meist gleichzeitig den Körper, die Gedanken und das eigene Erleben.
Auf körperlicher Ebene treten häufig Herzklopfen oder Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Schwitzen oder ein Engegefühl in der Brust auf. Manche berichten auch von Kribbeln in Händen oder Gesicht, Übelkeit, Hitzewallungen, Kälteschauern oder einem Gefühl von Schwäche. Nicht selten entsteht der Eindruck, gleich ohnmächtig zu werden oder die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren.
Auch die Atmung verändert sich häufig. Viele beginnen schneller oder flacher zu atmen, was das Gefühl von Luftnot zusätzlich verstärken kann. Manche erleben dabei ein Gefühl von Beklemmung oder das Empfinden, nicht tief genug einatmen zu können.
Gleichzeitig verändert sich das Erleben der Situation. Manche haben das Gefühl, neben sich zu stehen oder die Umgebung als unwirklich wahrzunehmen. Andere erleben einen starken inneren Alarmzustand, in dem kaum noch klar gedacht werden kann.
Gedanken wie „Ich halte das nicht aus“, „Ich verliere die Kontrolle“, „Ich kippe gleich um“ oder „Ich bekomme einen Herzinfarkt“ können in den Vordergrund treten.
Diese körperlichen Empfindungen und Gedanken verstärken sich oft gegenseitig. Je stärker die Symptome wahrgenommen werden, desto bedrohlicher wirken sie – und desto mehr steigt die Angst.
Eine Panikattacke erreicht meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt. Danach klingen die Symptome allmählich wieder ab.
Viele Klienten in unserer Praxis in Saarbrücken schildern, dass sie sich im Anschluss erschöpft, angespannt oder verunsichert fühlen und einige Zeit brauchen, um wieder vollständig im Alltag anzukommen.
Kompakt: die typischen Anzeichen einer Panikattacke
Während einer Panikattacke treten mehrere der folgenden Beschwerden gleichzeitig auf:
Körperliche Reaktionen:
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Schwitzen
- Zittern oder innere Unruhe
- trockener Mund
Beschwerden im Brust- und Bauchbereich:
- Atemnot oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen
- Druck oder Enge in der Brust
- Übelkeit oder ein unangenehmes Gefühl im Magen
Veränderungen im Erleben:
- das Gefühl, neben sich zu stehen oder die Umgebung als unwirklich wahrzunehmen
- Angst, die Kontrolle zu verlieren, „verrückt zu werden“
- Angst, schwer krank zu sein oder zu sterben
Weitere körperliche Empfindungen:
- Hitzewallungen oder Kälteschauer
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle
Der Teufelskreis der Panikattacke
Viele Panikattacken verlaufen nach einem ähnlichen Muster.
Am Anfang steht oft eine körperliche Wahrnehmung – etwa ein schnellerer Herzschlag, Schwindel oder ein Gefühl von Unruhe. Diese Veränderungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben und sind zunächst nicht ungewöhnlich.
Wird diese Reaktion jedoch als bedrohlich eingeordnet, entstehen schnell beunruhigende Gedanken wie „Was ist, wenn etwas nicht stimmt?“ oder „Gleich passiert etwas“.
Der Körper reagiert darauf mit noch mehr Anspannung – der Puls steigt weiter, die Atmung verändert sich, die Symptome nehmen zu.
Diese verstärkten Körperempfindungen werden wiederum als Zeichen dafür gewertet, dass „etwas nicht in Ordnung ist“. Die Angst steigert sich weiter, und es entsteht eine Art Kreislauf, in dem sich körperliche Reaktionen und Gedanken gegenseitig verstärken.
Viele Betroffene erleben diesen Ablauf als sehr schnell und kaum beeinflussbar. Das kann dazu führen, dass schon kleine körperliche Veränderungen ausreichen, um diesen Angstkreislauf erneut in Gang zu setzen.
Warum Panikattacken so belastend sein können
Für viele ist nicht nur die einzelne Attacke belastend, sondern vor allem die Zeit davor und danach.
Oft entsteht eine Angst vor der nächsten Panikattacke – die sogenannte „Angst vor der Angst“.
Betroffene achten verstärkt auf ihren Körper und nehmen kleinste Veränderungen intensiver wahr: Ein schneller Herzschlag, Schwindel, innere Unruhe oder eine flachere Atmung können dann bereits ausreichen, um erneut Angst auszulösen.
Im Alltag kann sich das Verhalten dadurch verändern. Manche Menschen, die von Angstattacken betroffen sind, beginnen, bestimmte Situationen zu vermeiden – etwa Orte, an denen sie sich unsicher fühlen oder aus denen sie nicht sofort wegkönnten.
Andere vermeiden körperliche Anstrengung, längere Fahrten, volle Räume oder ziehen sich zunehmend zurück.
Kurzfristig kann dieses Vermeidungsverhalten ja auch tatsächlich entlastend wirken. Wir hören von Klienten in unserer Saarbrücker Praxis jedoch häufig, dass das Vermeiden auf Dauer dazu führt, dass sich der eigene Handlungsspielraum immer weiter einschränkt, und die Angst im Endeffekt mehr und mehr Raum im Alltag einnimmt.
In diesem Zusammenhang kann sich auch eine Agoraphobie entwickeln. Bei dieser Angststörung entsteht die Sorge, in bestimmten Situationen – zum Beispiel in Menschenmengen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften oder außerhalb der eigenen Wohnung – im Falle einer Panikattacke nicht schnell genug Hilfe zu bekommen oder die Situation verlassen zu können.
Diese Vermeidung kann dazu führen, dass sich ein Sicherheitsverhalten entwickelt, dass Wege angepasst werden, Begleitung als notwendig erlebt wird oder bestimmte Orte ganz gemieden werden.
Für viele Betroffene beschränkt sich die Belastung dann nicht mehr nur auf die Panikattacken selbst, sondern greift zunehmend auch auf den Alltag über.
Einordnung von Panikattacken
Panikattacken können in unterschiedlichen Zusammenhängen auftreten.
Manchmal treten sie vereinzelt in belastenden Lebensphasen auf, etwa in Zeiten hoher innerer Anspannung oder Überforderung. In anderen Fällen sind sie Teil einer Angststörung, etwa einer Panikstörung, einer generalisierten Angststörung oder einer Agoraphobie.
Auch im Zusammenhang mit Anpassungsstörungen, anhaltender Überforderung oder sozialer Ängste können Panikattacken auftreten, insbesondere wenn körperliche Anspannung über längere Zeit besteht und das innere Stressniveau dauerhaft erhöht ist.
Therapeutische Begleitung von Panikattacken in unserer Praxis in Saarbrücken
In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft begleiten wir häufig Menschen, die Panikattacken erleben oder sich durch wiederkehrende Angst stark belastet fühlen.
Ein erster Schritt besteht oft darin, die körperlichen Reaktionen besser einordnen zu können. Viele Symptome wirken im ersten Moment hoch bedrohlich. Wenn verständlicher wird, was im Körper während einer Panikattacke passiert, kann das helfen, die eigenen Reaktionen anders zu betrachten.
Darauf aufbauend geht es darum, den Umgang mit den auftretenden Reaktionen zu erweitern. Dazu gehören unter anderem Atemübungen, achtsame Wahrnehmung und Möglichkeiten, in akuten Situationen wieder mehr Halt zu finden. Auch der Umgang mit Gedanken, die die Angst verstärken, kann dabei eine Rolle spielen.
Im gemeinsamen Gespräch schauen wir auf Deine Erfahrungen, auf mögliche Auslöser und auf die Frage, was in solchen Momenten hilfreich sein kann – sowohl während einer Attacke als auch im Alltag zwischen den einzelnen Situationen.
Zu den Psychotherapieverfahren, die wir in der therapeutischen Begleitung von Angstanfällen einsetzen, gehören z.B. die Gesprächstherapie nach Carl Rogers, die Gestalttherapie nach Fritz Perls und die Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT), aber auch Elemente aus der Verhaltenstherapie, EMDR und achtsamkeitsbasierte Verfahren.
Je nach Anliegen beziehen wir unterschiedliche therapeutische Ansätze ein, die sich sinnvoll ergänzen. Wir gehen dabei in Deinem Tempo vor und so, wie es für Dich passt.
Weitere Information zu unserer psychotherapeutischen Arbeitsweise findest du hier:
→ Psychotherapie: den Menschen sehen
Dein Kontakt zu uns und unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft
Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei Panikattacken oder einer Panikstörung in unserer zentral in Saarbrücken gelegenen Praxis interessierst: Kontaktiere uns gerne.
Telefon:
- Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
- Tom Wilhelm | 0177 314 3183
Oder nutze unser Kontaktformular.
Unsere Praxisadresse:
Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.
Mehr Informationen zu uns, unseren Qualifikationen und unserer Praxis findest Du hier:
Hinweis
Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei Panikattacken oder einer Panikstörung. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.
Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten oder auch in einer Klinik notwendig sein.
Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der
TelefonSeelsorge unter: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222.
Im Netz: online.telefonseelsorge.de
Über die Autoren dieses Artikels:
Niritya Speicher-Wilhelm und Tom Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.
Qualifikationen:
Beide haben unter anderem eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahre im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.
Tom hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.