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Spezifische Phobien | therapeutische Begleitung in Saarbrücken

Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über spezielle Phobien und ihre Therapie-Ansätze


Spezifische Phobie: Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über isolierte Phobien und ihre Therapieverfahren.
Schnell aus der Situation flüchten: spezifische Phobien

Spezifische Phobien – wenn Dein System schneller entscheidet als Du

Da ist etwas – und noch bevor Du es richtig einordnen kannst, reagiert Dein System. Ein kurzer Moment reicht – und die Anspannung eskaliert sofort. Etwas in Dir will Dich mit aller Macht aus der Situation herausziehen, noch bevor Du darüber nachdenken kannst.

Bei spezifischen Phobien, auch isolierte Phobien genannt, hat die Angst einen klaren Bezugspunkt. Sie richtet sich auf etwas Bestimmtes – ein Tier, eine Situation oder einen konkreten Auslöser.

Grundsätzlich kann sich eine solche Reaktion auf alles Mögliche beziehen, auf ganz unterschiedliche Dinge, oft auch auf solche, die für andere unauffällig, völlig ungefährlich oder sogar alltäglich wirken. Schon die alleinige Vorstellung der Situation, des Gegenstandes oder Tieres kann eine spürbare Anspannung hervorrufen.

Viele von einer Phobie Betroffene schildern in unserer Praxis in Saarbrücken, dass die Angstreaktion sich in dem Moment kaum beeinflussen lässt. Sie kommt unmittelbar, verändert das Erleben und lässt keinen Raum, erstmal in Ruhe über die Situation und die tatsächliche Gefahr nachzudenken.


Wie macht sich eine spezifische Phobie bemerkbar?

Sobald der Auslöser auftaucht – oder auch nur erwartet wird – verändert sich das Erleben der Betroffenen spürbar: Der Körper geht – von null auf hundert – in eine heftige Anspannung.

Herzklopfen, veränderte Atmung oder ein Gefühl von innerer Unruhe können einsetzen. Gleichzeitig verengt sich die Aufmerksamkeit: Der Blick bleibt am Auslöser hängen, und es wird schwer, sich davon zu lösen.

Gedanklich rückt die als gefährlich empfundene Situation in den Vordergrund. Es geht weniger darum, was tatsächlich passiert, sondern darum, was passieren könnte oder wie man aus der Situation herauskommt. Oft entsteht der Impuls, sofort Abstand zu schaffen oder die Situation zu verlassen.

Wenn der Angst-Auslöser nicht wahrgenommen wird, ist für die Betroffenen ihre Welt soweit in Ordnung. Das Störungsbild der isolierte Phobie zeigt sich tatsächlich erst dann, wenn der Auslöser situativ ins Spiel kommt, und sei es auch nur gedanklich.


Wie sich der Alltag verändert

Mit der Zeit verändert sich der Alltag wie ganz von selbst – vieles wird so gelegt, dass die angsterregenden Situationen gar nicht erst entstehen.

Bestimmte Orte werden gemieden, Wege angepasst oder Entscheidungen so getroffen, dass ein Kontakt mit dem Auslöser möglichst unwahrscheinlich wird. Manches wird stärker geplant, anderes ganz vermieden.

Diese Anpassungen sind einerseits nachvollziehbar und oft zunächst entlastend. Gleichzeitig führen sie dazu, dass sich der eigene Handlungsspielraum verschiebt. Der Alltag wird immer stärker darauf ausgerichtet, Unsicherheit zu vermeiden.

Dadurch bleibt die ursprüngliche Reaktion bestehen. Der Auslöser behält seine Bedeutung, weil die Erfahrung ausbleibt, dass die Situation auch anders verlaufen kann.


Was die Angst aufrechterhält

Ein zentraler Punkt bei dieser Art der Angststörung ist das Zusammenspiel aus schneller körperlicher Reaktion und gedanklicher Bewertung.

Der Körper reagiert früh und deutlich. Diese Reaktion wird als Hinweis verstanden, dass die Situation tatsächlich problematisch ist. Gleichzeitig verhindert das Ausweichen, dass sich diese Einschätzung verändern kann.

Mit der Zeit reicht oft schon die Vorstellung, um eine ähnliche Anspannung auszulösen. Die Reaktion verlagert sich damit vom konkreten Erleben hin zur Erwartung.

So entsteht bei der isolierte Phobie ein stabiler Zusammenhang zwischen Auslöser, Reaktion und Verhalten, der sich immer wieder bestätigt.


Spezifische Phobien, die uns in unserer Saarbrücker Praxis häufig begegnen:


– Angst vor Erbrechen (Emetophobie)

Die Angst vor Erbrechen gehört zu den weniger sichtbaren, aber oft stark einschränkenden spezifischen Phobien.

Im Mittelpunkt steht meist nicht nur das Erbrechen selbst, sondern auch die Sorge davor – etwa sich zu übergeben, anderen dabei zu begegnen oder die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren. Häufig richtet sich die Aufmerksamkeit stark auf körperliche Empfindungen wie Übelkeit oder den Magenbereich.

Viele Betroffene beobachten ihren Körper sehr genau und reagieren sensibel auf Veränderungen. Bestimmte Lebensmittel, Orte oder Situationen werden gemieden – etwa Reisen, Essen außer Haus oder größere Menschenansammlungen.

Auch Gedanken spielen eine große Rolle. Situationen werden im Vorfeld durchdacht, mögliche Auslöser vermieden oder kontrolliert. Dadurch kann sich der Alltag zunehmend einschränken, ohne dass es nach außen sofort sichtbar ist.


– Angst vor Spritzen, Blut oder medizinischen Situationen

Diese Form der Phobie zeigt sich häufig in medizinischen Kontexten und hat eine ausgeprägte körperliche Komponente.

Neben Anspannung können Kreislaufreaktionen auftreten, etwa Schwindel oder ein Gefühl von Schwäche. Diese Erfahrungen prägen oft die Erwartung für zukünftige Situationen.

In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft hören wir von den Betroffenen immer wieder, dass sie Arzttermine vermeiden oder notwendige Untersuchungen hinausschieben. Die Angst bezieht sich dabei nicht nur auf den Eingriff selbst, sondern auch auf die eigene körperliche Reaktion.


– Angst vor Tieren (Zoophobie)

Bei Tierphobien löst ein bestimmtes Tier – z. B. ein Hund, eine Spinne oder ein Vogel – eine deutliche Angstreaktion aus. Diese kann plötzlich auftreten und steht oft in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Situation.

Schon kleine Auslöser reichen manchmal aus: ein Geräusch, ein Schatten oder die bloße Erwartung, einem Tier begegnen zu können. Der Körper reagiert dann mit Anspannung, Unruhe oder dem Impuls, sofort Abstand zu schaffen.

Im Alltag zeigt sich das häufig darin, dass bestimmte Wege, Orte oder Situationen gemieden werden. Manche schauen sehr genau hin, ob irgendwo ein Tier sein könnte, oder planen voraus, um Begegnungen möglichst zu vermeiden.

So kann sich das Verhalten der von einer Tierphobie betroffenen Menschen mit der Zeit der Angst anpassen – und der Bewegungsspielraum wird nach und nach kleiner.


– Flugangst (Aviophobie)

Bei Flugangst steht oft das Gefühl im Vordergrund, sich in einer Situation zu befinden, die nicht selbst gesteuert werden kann.

Gedanklich werden mögliche Abläufe durchgespielt. Während des Flugs richtet sich die Aufmerksamkeit stark auf Geräusche, Bewegungen oder Veränderungen.

Schon im Vorfeld kann sich eine deutliche Anspannung aufbauen. Der Flug selbst wird häufig mit erhöhter Wachsamkeit erlebt, und jede Veränderung wird intensiv wahrgenommen.


– Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie)

Diese Phobie zeigt sich in Situationen, in denen Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.

Typisch ist das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen oder die Situation nicht schnell genug verlassen zu können. Die Aufmerksamkeit richtet sich stark auf die Atmung und körperliche Veränderungen.

Viele entwickeln Strategien, um solche Situationen zu vermeiden oder sich möglichst schnell wieder daraus zu entfernen.


Spezifische Phobien – eine Zusammenfassung

Spezifische Phobien gehören zu den Angststörungen. Im Unterschied zu anderen Formen richtet sich die Angst hier auf einen klar umrissenen Auslöser (siehe ICD-10).

Außerhalb dieser Situationen wirkt vieles oft unauffällig. Die Reaktion zeigt sich vor allem dann, wenn dieser Auslöser auftaucht oder erwartet wird. In diesen Momenten kann die Anspannung sehr deutlich sein, auch wenn gleichzeitig klar ist, dass keine unmittelbare Gefahr besteht.

Typisch ist, dass nicht der Auslöser an sich im Vordergrund steht, sondern das, was innerlich darauf folgt – die körperliche Reaktion, die Gedanken dazu und der Impuls, die Situation zu verlassen.

Je nachdem, wie häufig man mit dem Auslöser konfrontiert ist, kann sich das unterschiedlich auf den Alltag auswirken – von einzelnen Einschränkungen bis hin zu deutlichen Anpassungen.


Therapeutische Begleitung spezifischer Phobien in unserer Praxis in Saarbrücken

In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft begleiten wir als Heilpraktiker für Psychotherapie immer wieder Menschen, die unter einer spezifischen Phobie und der damit einhergehenden Einengung ihres Lebens leiden.

Wir begleiten dabei mit unterschiedlichen psychotherapeutischen Ansätzen, die wir je nach der persönlichen Situation individuell und sinnvoll kombinieren.

Zu den Psychotherapieverfahren, die wir in der therapeutischen Begleitung von isolierte Phobien einsetzen, gehören z.B. die Gesprächstherapie nach Carl Rogers, die Gestalttherapie, eine Innere-Kind-Arbeit und die Trancebasierte Integrative Therapie (TBIT), aber auch Elemente aus der Verhaltenstherapie, EMDR und achtsamkeitsbasierte Verfahren.

Im gemeinsamen Gespräch schauen wir auch auf Deine Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen. Dabei orientieren wir uns ganz an Deinem Tempo und an dem, was sich für Dich passend anfühlt und gut tragbar ist.

Mehr Information zu unserer psychotherapeutischen Arbeitsweise findest du hier:

→ Psychotherapie: den Menschen sehen


Dein Kontakt zu uns und unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft

Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei einer spezifischen Phobie in unserer zentral in Saarbrücken gelegenen Praxis interessierst: Kontaktiere uns gerne.

Telefon:

  • Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
  • Tom Wilhelm | 0177 314 3183

Oder nutze unser Kontaktformular.

Unsere Praxisadresse:

Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.

Mehr Informationen zu uns, unseren Qualifikationen und unserer Praxis findest Du hier:

→  Über uns – und wie wir arbeiten


Hinweis

Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei einer spezifischen Phobie. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.

Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.

Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten oder auch in einer Klinik notwendig sein.

Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der 

TelefonSeelsorge unter: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.

Im Netz: online.telefonseelsorge.de


Über die Autoren dieses Artikels:

Niritya Speicher-Wilhelm und Tom Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.

Qualifikationen:

Beide haben unter anderem eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahre im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.

Tom hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.