Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, informieren über Depressionen und ihre Ansätze in der Therapie.

Depression – wenn der Alltag zur Last wird
Momente der Erschöpfung, innerer Leere oder Traurigkeit kennt jeder von uns. In den meisten Fällen klingen diese Phasen nach kurzer Zeit aber auch wieder ab.
Doch manchmal bleiben diese Phasen, werden stärker und vielleicht so belastend, dass es zunehmend schwerfällt, den Alltag zu bewältigen.
In unserer Praxisgemeinschaft in Saarbrücken begegnet uns das Thema einer länger anhaltenden Niedergeschlagenheit immer wieder.
Einordnung unserer Begleitung
In unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft liegt der Schwerpunkt auf einer Begleitung bei leichten und mittelgradigen depressiven Episoden, auf anhaltenden Verläufen wie der Dysthymie und auf depressiven Reaktionen auf belastende Lebenssituationen.
Bei stärker ausgeprägten Verläufen, bei denen die Belastung erheblich ist oder der Alltag nur noch schwierig zu bewältigen ist, raten wir dringend an, ärztliche oder fachpsychiatrische zur Behandlung von Depressionen einzubeziehen.
Wie zeigt sich eine Depression?
Die Depression hat viele Gesichter. Oft ist es nicht die tiefe Traurigkeit, die dominiert, sondern ein schleichender Verlust von Farbigkeit und Energie. Typische Anzeichen sind:
Körperliche Signale: Anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen oder ein permanentes Engegefühl..
Innere Leere: Ein Gefühl von emotionaler Taubheit oder tiefer Gleichgültigkeit.
Antriebslosigkeit: Wenn selbst kleine Erledigungen sich wie ein Mount Everest anfühlen.
Gedankenschleifen: Ständiges Grübeln und Selbstzweifel, die keinen Ausweg lassen.
Freudlosigkeit: Dinge, die früher Spaß gemacht haben, fühlen sich bedeutungslos an.
Rückzug: Das Bedürfnis, sich zu isolieren, auch wenn man sich eigentlich einsam fühlt.
Warum das wichtig ist:
Diese Symptome sind keine Charakterschwäche, sondern biologische und psychische Signale deines Systems. Sie zu benennen, ist der erste Schritt, um den Nebel zu lichten.
Formen der Depression
Zum Begriff: Depression beschreibt Veränderungen, die sich nicht nur auf die Stimmung beziehen, sondern oft mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen. Der Antrieb verändert sich, Dinge verlieren an Gewicht, und auch das Denken kann sich verschieben, ohne dass das immer sofort auffällt.
Im ICD-10 (dem international gültigen Krankheitsklassifikationsschema der Weltgesundheitsorganisation WHO) wird zwischen verschiedenen Verlaufsformen unterschieden:
Es gibt depressive Episoden, die in verschiedenen Ausprägungen über einen jeweils begrenzten Zeitraum auftreten, und Verläufe, die länger anhalten und sich weniger deutlich abgrenzen lassen, wie etwa die Dysthymie.
Und es gibt Situationen, in denen depressive Symptome in engem Zusammenhang mit konkreten Belastungen, z.B. einem Trauerfall, stehen. Dann sprechen wir von einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion.
Häufig kommen Depressionen auch in Kombination mit einer Angststörung vor. Die Übergänge sind dabei nicht immer eindeutig, und genau das macht es für den Betroffenen selbst oft schwierig, die eigene Situation klar einzuordnen.
Depressive Episoden
Eine depressive Episode beschreibt im ICD-10 einen Zeitraum, in dem bestimmte Symptome gleichzeitig vorliegen und das Erleben sowie den Alltag beeinflussen.
Voraussetzung ist in der Regel, dass diese Veränderungen über mindestens etwa zwei Wochen bestehen.
Unterschieden wird zwischen leichten, mittelgradigen und schweren Ausprägungen, abhängig davon, wie viele und welche Symptome vorliegen und wie stark die sich im Alltag bemerkbar machen.
Bei einem schweren Verlauf ist eine (fach-) ärztliche Begleitung dringend angeraten.
Chronische Verläufe (Dysthymie)
Daneben gibt es Verläufe, die nicht als klare Phase erlebt werden, sondern eher als etwas, das über längere Zeit hinweg mitläuft.
Im ICD-10 wird hier von Dysthymie gesprochen. Gemeint ist eine anhaltende Form von Niedergeschlagenheit, die sich über Jahre ziehen kann und oft nicht als etwas erlebt wird, das „begonnen“ hat, sondern eher als ein Zustand, der schon länger da ist.
In unserem Blog findest Du einen Artikel zum Thema „Dysthymie – die kleine Schwester der Depression„.
Depressive Reaktionen auf belastende Situationen
Depressive Veränderungen können auch im Zusammenhang mit konkreten Belastungen auftreten, wie zum Beispiel bei einer Trennung oder einem Trauerfall.
In solchen Fällen wird von einer sogenannten Anpassungsstörung gesprochen, in diesem Fall mit depressiver Reaktion.
Eine depressive Stimmungslage in Zusammenhang mit anhaltendem Stress kann auf einen Burnout hinweisen.
Die Ausprägungen der Anpassungsstörung variieren insgesamt stark und umfassen neben depressiven Stimmungen auch Ängste, Sorgen, Verbitterung, Rückzug oder Unruhe.
Begriffe, die im Zusammenhang mit Depression oft fallen
Neben diesen „offiziellen“ Depressionsformen werden im Alltag aber auch noch weitere Begriffe genannt, zum Beispiel:
- die endogene Depression: Dieser Begriff wird heute im medizinischen Kontext nur noch selten genannt. Gemeint ist damit, dass diese Form scheinbar ohne äußeren Anlass auftritt und mit genetischen oder neurochemischen Faktoren zusammenhängt.
- die agitierte Depression: Sie ist geprägt von innerer Unruhe, Anspannung, Ängsten und Schlafproblemen.
- eine maskierte Depression: Diese Depressionsform äußert sich eher durch körperliche Beschwerden, während die seelische Ursache im Hintergrund bleibt.
- saisonale Depressionen: Eine Herbst- / Winterdepression verstärkt sich in den dunklen Monaten und zeigt sich u. a. in Müdigkeit, gedrückter Stimmung und häufig auch in einem verändertem Essverhalten.
Ein noch ziemlich neuer, eher poulärwissenschaftlicher Begriff ist die sogenannte „hochfunktionale Depression„. Damit ist ein Verlauf gemeint, bei der die Betroffenen trotz ihres Leidens ihren Alltag noch erstaunlich gut bewältigen, eben „hochgradig gut funktionieren“.
Unser Arbeitsweise als Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken: humanistisch – empathisch – wertschätzend.
In unserer Saarbrücker Praxis begleiten wir Menschen mit leichten und mittelgradigen Depressionen, Dysthymie oder einer Anpassungsstörung – in einem achtsamen und traumasensiblen Rahmen, in dem Du das Tempo vorgibst.
Es geht nicht darum, schnell wieder „funktionieren“ zu müssen, sondern zunächst darum, die eigene Situation besser zu verstehen und wieder Zugang zu sich selbst zu finden.
Im gemeinsamen Gespräch schauen wir auf Dich als ganzen Menschen, auf Deine Gedanken, Gefühle und innere Muster.
Je nach Anliegen beziehen wir unterschiedliche therapeutische Ansätze ein, die sich sinnvoll ergänzen, z.B. die Gestalttherapie, die Gesprächstherapie nach Carl Rogers und die TBIT (Trancebasierte Integrative Therapie), aber auch achtsamkeitsbasierte Ansätze und Elemente aus EMDR und der Verhaltenstherapie.
Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Du Schritt für Schritt – und in Deinem Tempo – wieder mehr Stabilität, Orientierung und Handlungsspielraum entwickelst.
Mehr zu unserem humanistischen Ansatz und weiteren Therapieverfahren erfährst Du hier:
→ Psychotherapie: den Menschen sehen
Dein Kontakt zu uns
Wenn Du Dich für eine Psychotherapie bei Depressivität in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft interessierst: Kontaktiere uns gerne.
Telefon:
- Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
- Tom Wilhelm | 0177 314 3183
Oder nutze unser Kontaktformular.
Unsere Praxisadresse:
Unsere Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.
Mehr Informationen zu uns und unseren Qualifikationen findest Du hier:
Hinweis
Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen bei Depressivität. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.
Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten oder auch in einer Klinik notwendig sein.
Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der
TelefonSeelsorge unter: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222.
Im Netz: online.telefonseelsorge.de
Über die Autoren dieses Artikels:
Tom Wilhelm und Niritya Speicher-Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.
Qualifikationen:
Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahre im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.
Tom hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Meditationslehrerin.