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Selbstwert – Selbstvertrauen | psychologische Begleitung in Saarbrücken

Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie, begleiten in ihrer Saarbrücker Privatpraxis Menschen, die unter einem mangelnden Selbstvertrauen oder ihrem unsicheren Selbstwertgefühl leiden.


Selbstwert und Selbstzweifel: Manchmal möchte man sich selbst verstecken. Niritya & Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, begleiten Dich bei dieser Problematik.
Sich zeigen oder lieber verstecken? Mangelndes Selbstvertrauen oder ein unsicherer Selbstwert können dazu führen, dass wir den Blick anderer besonders kritisch erleben.

Was ist das: Selbstwert?

Der Begriff Selbstwert beschreibt, welchen Wert wir uns selbst als Person geben. Unser Selbstwert prägt, wie wir uns sehen, wie wir mit Fehlern und Schwächen umgehen und wie sehr unser Bild von uns davon abhängt, was andere über uns denken.

Eng damit verbunden ist der Begriff Selbstvertrauens, also die Frage, wie viel wir uns selbst zutrauen und wie sicher wir uns im Endeffekt mit unseren eigenen Entscheidungen fühlen.

Selbstwertprobleme und mangelndes Selbstvertrauen sind keine eigenständigen psychischen Diagnosen, isoliert sind sie nichts „Krankhaftes“.

Sie können aber trotzdem als sehr belastend empfunden werden. Das gilt vor allem dann, wenn sie – und das ist gar nicht so selten – zusammen mit anderen psychischen Beschwerden wie sozialen Ängsten oder Depressionen auftreten.

Dementsprechend begegnen uns in unserer Praxis am Saarbrücker Beethovenplatz die Themen Selbstwert und Selbstvertrauen einigermaßen häufig, und zwar in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen und im Kontext ganz individueller (Lebens-) Geschichten und Erfahrungen.


Selbstwert aus unserer therapeutischen Sicht

In der Gesprächstherapie nach Carl Rogers, die eine der psychotherapeutischen Säulen unserer Arbeit ist, spielt das Selbstkonzept eine zentrale Rolle. Gemeint ist damit das Bild, das wir von uns selbst haben und an dem wir unser Erleben immer wieder messen.

Schwierig wird es dann, wenn dieses Selbstbild wenig Spielraum lässt: Wer von sich erwartet, immer verlässlich zu sein und zu funktionieren, der tut sich oft schwer damit, die eigene Erschöpfung ernst zu nehmen.

Und wenn meine Selbstbild das eines harmonischen und verständnisvollen Menschen ist, könnte es sein, dass ich Schwierigkeiten damit habe, meinen Ärger zuzulassen oder mich klar abzugrenzen.

Rogers spricht in diesem Zusammenhang von Inkongruenz.

Er meint mit diesem Begriff die Spannung zwischen dem eigenen, aktuellen Erleben eines Menschen und dem Bild, das dieser Mensch im Laufe seines Lebens von sich selbst entwickelt hat – oder auch schon in Kindheit und Jugend von außen vermittelt bekam.

Gerade beim Selbstwert wird spürbar, wie schwer es sein kann, auch die Seiten an sich anzunehmen, die nicht zu dem Bild passen, das ich von mir selbst habe.


Und was ist Selbstvertrauen?

Selbstvertrauen bedeutet nicht, bei einer Entscheidung sicher zu wissen, dass sie richtig ist.

Auch ein Mensch mit viel Selbstvertrauen kann zweifeln, nervös sein oder sich verschätzen.

Der Unterschied zeigt sich eher darin, wie viel Raum diese Unsicherheit bekommt: Kann ich meine Meinung sagen, obwohl jemand anderer sie vielleicht nicht teilt?

Kann ich eine Entscheidung treffen, obwohl ich vorher nicht wissen kann, wie sie ausgeht? Kann ich Nein sagen und dabei aushalten, dass mein Gegenüber darüber enttäuscht ist?

Und kann ich etwas versuchen, bei dem ich möglicherweise scheitere?

Ein gutes Selbstvertrauen hat deshalb viel mit einer gewissen inneren Bewegungsfreiheit zu tun: Ich muss nicht erst alle Zweifel beseitigen, bevor ich handeln kann.

Ich muss auch nicht für jede Entscheidung Bestätigung bekommen oder mich immer wieder vergewissern, ob andere meine Einschätzung für richtig halten.

Dabei kann Selbstvertrauen je nach Lebensbereich sehr unterschiedlich aussehen.

Es gibt Menschen, die beruflich entscheiden, verhandeln und Verantwortung übernehmen, es in einer privaten Beziehung aber kaum schaffen, eine Grenze zu setzen.

Andere bewegen sich unter Menschen völlig selbstverständlich und zweifeln an sich, sobald sie etwas Neues lernen oder eine Aufgabe übernehmen sollen.

Selbstvertrauen und Selbstwert beeinflussen sich dabei oft gegenseitig.

Wenn ich wieder mehr Selbstvertrauen habe, mir wieder mehr zutraue, Entscheidungen treffe und erlebe, dass ich mit den Folgen umgehen kann, verändert das häufig auch den Blick auf mich selbst.

Aus einzelnen Erfahrungen kann dann nach und nach wieder mehr Sicherheit in die eigene Person wachsen, der Innere Kritiker und der Innere Richter haben einfach weniger zu melden.


Innerer Kritiker und innerer Richter

Viele von uns kennen diese kritische innere Stimme, die sich nach Fehlern meldet, die uns vergleicht, mahnt oder antreibt.

Selbstkritik kann ja durchaus hilfreich sein, wenn sie mich dabei unterstützt, mein Verhalten zu überprüfen. Bei einem gestärkten Selbstvertrauen kann sie sogar sehr fruchtbar sein.

Belastend wird sie, wenn sie kaum noch zu bremsen ist – oder aus einer einzelnen Erfahrung ein Urteil über mich als ganze Person macht.

Dann wird aus „Das ist mir nicht gelungen“ schonmal schnell ein „Ich bin unfähig“. Eine ungeschickte Bemerkung wird zum Beweis dafür, dass ich peinlich bin, eine Zurückweisung wird zur Bestätigung, dass ich wieder mal nicht genüge.

Wir sprechen in diesem Zusammenhang gerne von einem inneren Kritiker oder vom inneren Richter. Gerade weil ihre Stimmen seit langen Jahren so vertraut sind, wirken ihre Aussagen oft sehr überzeugend.

Diese Stimmen fühlen sich deshalb bei vielen von uns auch weniger wie eine Meinung an, als wie eine nüchterne Einschätzung der eigenen Person.

In unserer therapeutischen Arbeit verstehen wir den Kritiker und den Richter als innere Anteile.

Sie einfach zum Schweigen bringen zu wollen, greift für uns zu kurz. Interessanter ist, wie viel Einfluss sie heute haben und was an anderen bestehenden Anteilen möglicherweise kaum noch wahrgenommen wird.

Mehr dazu findest Du auf unserer Seite:


Selbstwert, Grenzen und Selbstwirksamkeit

Unser Selbstwert hat auch damit zu tun, wie sehr wir der eigenen Wahrnehmung vertrauen.

Eine Grenze kann durchaus spürbar sein und trotzdem wieder zurückgenommen werden, sobald das Gegenüber mehr oder weniger spürbar enttäuscht auf eine Grenzziehung reagiert.

Oder: Eine Entscheidung fühlt sich zunächst richtig an, bis jemand widerspricht und die eigene Sicherheit plötzlich wie weggeblasen ist.

In unserer gemeinsamen Arbeit kann es deshalb auch eine Rolle spielen, wie klar Du mit Deinen eigenen Grenzen bist – und was im Kontakt mit anderen mit Dir und Deinen Grenzen geschieht.

Gerade wenn Du wiederholt erlebt hast, dass Dein Nein wenig verändert oder Deine Grenze nicht wirklich ernst genommen wird, kann es mit der Zeit schwerer werden, überhaupt noch für Dich einzustehen.

Irgendwann stellt sich dann vielleicht gar nicht mehr zuerst die Frage, was Du möchtest, sondern ob es überhaupt etwas bringt, es auszusprechen.

Das Konzept der erlernten Hilflosigkeit beschreibt einen Teil dieses Zusammenhangs.

Es erklärt sicherlich nicht jedes Problem mit dem Selbstwert oder dem Selbstvertrauen, kann aber helfen zu verstehen, warum Menschen manchmal resignieren oder sich zurücknehmen, obwohl sich ihre Möglichkeiten längst verändert haben.

In unserem Blogartikel „Warum ‚Sag doch einfach Nein‘ manchmal gar nicht so einfach funktioniert“ gehen wir ausführlicher auf erlernte Hilflosigkeit und Selbstwirksamkeit ein.


Selbstwert in Beziehungen

In einer Beziehung möchten wir uns geliebt, gesehen und angenommen fühlen. Wenn der eigene Selbstwert unsicher ist, kann die Reaktion des Partners schnell darüber mitentscheiden, wie sicher wir uns mit uns selbst fühlen.

Dann reicht schon etwas mehr Distanz, ein Streit oder eine kritische Bemerkung, um alte Zweifel wieder anzustoßen.

Das kann dazu führen, dass wir unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurücknehmen, Konflikte lieber vermeiden oder dass sehr viel davon abhängt, ob der andere uns gerade genügend Nähe und Bestätigung gibt.

Auch Eifersucht und die Angst, den anderen zu verlieren, können daraus folgend ins Spiel kommen.

Nach einer Trennung wird dieser Zusammenhang oft besonders fatal deutlich.

Zum Verlust der Beziehung gesellt sich dann nämlich schnell die Frage hinzu, was dieses Scheitern über mich als Mensch aussagt.

Wenn ich sowieso oft an mir zweifle und kein besonders großes Selbstvertrauen habe, lande ich dabei schnell bei dem Gedanken, nicht genügt zu haben.

Mehr dazu auf unseren Praxisseiten über:


Die Themen Selbstwert und Selbstvertrauen bei sozialen Ängsten oder Depressivität

Auch soziale Ängste können eng mit dem eigenen Selbstwert verbunden sein. Wer sich im Kontakt mit anderen ohnehin schnell unsicher fühlt und wenig Vertrauen in sich selbst besitzt, achtet stärker darauf, wie er wirkt – und wie das Gegenüber reagiert.

Nach einem Gespräch bleiben einzelne Bemerkungen im Kopf. Ein Blick oder eine kurze Irritation bekommt plötzlich eine Bedeutung, die im Moment selbst vielleicht gar nicht vorhanden war. Gleichzeitig wird meine eigene Einschätzung schnell wieder in Frage gestellt.

Bei einer sozialen Phobie kann die Angst vor negativer Bewertung so stark werden, dass bestimmte Situationen gemieden oder nur mit erheblicher Anspannung ausgehalten werden.

Prinzipiell sind Selbstwertprobleme und eine soziale Phobie ja schon unterschiedliche Themen. Trotzdem begegnen sie sich in der Praxis immer wieder, gerade dann, wenn die Selbsteinschätzung stark davon abhängig ist, wie man sich durch die Augen der anderen sieht.

Auch bei depressiven Beschwerden können der Selbstwert oder mangelndes Selbstvertrauen eine wichtige Rolle spielen.

Wer sich selbst ohnehin kritisch sieht, nimmt Fehler, Rückschläge oder vermeintliches Versagen oft besonders stark wahr.

Gleichzeitig kann eine Depression den Blick auf die eigene Person verändern: Eigene Fähigkeiten, Erfolge oder positive Rückmeldungen erreichen einen dann manchmal kaum noch, während Selbstzweifel umso überzeugender wirken und das Vertrauen in die eigene Person am Boden ist.

Ein geringer Selbstwert oder ein schwaches Selbstvertrauen sind deshalb nicht mit einer Depression gleichzusetzen, sie können aber zusammen auftreten und sich gegenseitig verstärken.

Bei einem Verdacht auf Sozialphobie oder Depressivität ist eine fachgerechte Diagnostik angeraten, um weitere Behandlungsschritte vorzubereiten.

Mehr zu den Themenfeldern:


Perspektiven der Therapie bei Selbstwertproblemen oder mangelndem Selbstvertrauen in unserer Saarbrücker Praxis

Unsere psychotherapeutische Begleitung ist humanistisch und integrativ geprägt.

Eine wichtige Grundlage bildet die Gesprächstherapie nach Carl Rogers. Im Mittelpunkt steht dabei immer das, was Du im Kontakt mit Dir selbst erlebst und was Dich dabei belastet.

Je nach Anliegen beziehen wir weitere therapeutische Zugänge in die gemeinsame Arbeit ein. Dazu gehören die Gestalttherapie nach Fritz Perls, die Arbeit mit inneren Anteilen und dem inneren Kind sowie kognitive Ansätze, wenn sich bestimmte Gedanken und Bewertungen immer wieder festfahren.

Auch emotionsorientierte und achtsamkeitsbasierte Elemente können eine Rolle spielen.

Tom arbeitet darüber hinaus mit hypnosebasierten Verfahren. Gerade bei sehr fest verankerten Selbstbildern oder inneren Überzeugungen kann es sinnvoll sein, nicht ausschließlich auf der Ebene des bewussten Nachdenkens zu arbeiten.

Wir folgen dabei keinem starren Ablauf. Welche Methode sinnvoll ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Anliegen und aus dem, was sich im therapeutischen Prozess zeigt.

Ein tragfähigerer Selbstwert oder ein gestärktes Selbstvertrauen bedeuten für uns nicht, sich künftig immer und überall toll finden zu sollen.

Wichtiger ist, mit sich selbst verlässlicher in Kontakt zu kommen und auch mit Unsicherheit, Fehlern oder widersprüchlichen Gefühlen umgehen zu können, ohne sich deshalb als Person grundsätzlich infrage zu stellen.


Dein Kontakt zu uns und unserer Praxisgemeinschaft in Saarbrücken

Wenn Selbstzweifel oder Selbstkritik einen großen Einfluss auf Dein Leben bekommen haben, wenn Du Dir mehr Selbstvertrauen wünschst, können wir in einem ersten Gespräch gemeinsam schauen, ob eine Begleitung in unserer Praxis für Dich passend ist.

Wir betreiben eine Privatpraxis und rechnen nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Unsere Leistungen können jederzeit als Selbstzahler in Anspruch genommen werden.


Ein Hinweis

Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über Selbstwertprobleme, mangelndey Selbstvertrauen, psychische Belastungen und unsere psychotherapeutischen Arbeitsweisen.

Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.

Ein geringer oder instabiler Selbstwert oder ein geringes Selbstvertrauen sind für sich genommen keine psychische Erkrankungen.

Selbstwertprobleme oder weniger Vertrauen in sich selbst können jedoch zusammen mit psychischen Beschwerden auftreten, bei denen eine weitergehende diagnostische oder therapeutische Abklärung sinnvoll sein kann.

Unsere psychotherapeutische Tätigkeit in Saarbrücken erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.

Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine ärztliche, fachärztliche oder klinische Behandlung notwendig sein.

Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr bietet die TelefonSeelsorge unter 0800 1110111 oder 0800 1110222.


Wer hier schreibt

Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm sind Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglieder im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V. (VFP).

Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr. rer. soc. Rajan Roth und Dipl.-Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert.

Tom hat darüber hinaus Fortbildungen in Verhaltenstherapie und EMDR sowie eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose abgeschlossen. Niritya ist zertifizierte Meditationslehrerin, Kursleiterin für Autogenes Training und hat eine Jahresfortbildung in systemischer Aufstellungsarbeit absolviert.