Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie, informieren über Krankheitsängste (Hypochondrie) und die psychotherapeutischen Perspektiven in ihrer Saarbrücker Privatpraxis.

Krankheitsangst – typische Symptome und Erfahrungen aus unserer Praxis
Jeder macht sich mal Gedanken um seine Gesundheit. Das ist völlig normal. Ein ungewohnter Schmerz, Herzstolpern oder eine anstehende Untersuchung können verunsichern.
Meist legt sich diese Sorge aber wieder – spätestens dann, wenn die Beschwerden verschwinden oder ein Arzt Entwarnung gibt.
Bei einer Krankheitsangst ist das oft anders.
Im Mittelpunkt steht die Sorge, ernsthaft körperlich erkrankt zu sein oder eine schwere Erkrankung zu entwickeln. Von den Klienten in unserer Praxis in Saarbrücken hören wir immer wieder, dass bereits kleine Veränderungen am Körper eine große Unsicherheit auslösen können.
Ein Ziehen im Rücken, Kopfschmerzen oder ein Muttermal, das gestern noch gar nicht aufgefallen ist, werden plötzlich zum möglichen Hinweis auf eine schwere Erkrankung.
Die Betroffenen beobachten ihren Körper sehr genau. Sie tasten Lymphknoten ab, kontrollieren ihren Puls oder achten darauf, ob sich Beschwerden verändert haben.
Andere googeln immer wieder Symptome oder vereinbaren erneut einen Arzttermin, obwohl bereits Untersuchungen stattgefunden haben.
Nicht selten folgt eine Untersuchung der nächsten. Blutwerte werden kontrolliert, Fachärzte aufgesucht oder weitere Meinungen eingeholt. Trotzdem bleibt oft das Gefühl, dass vielleicht doch etwas übersehen wurde oder die eigentliche Ursache noch nicht gefunden ist.
Die Erleichterung nach einem unauffälligen Befund hält deshalb häufig nur kurz an.
Und kurze Zeit später beginnen die Zweifel von Neuem.
Im Folgenden möchten wir Dir einen Überblick über typische Symptome, mögliche Hintergründe und die psychotherapeutische Begleitung der Krankheitsangst in unserer Saarbrücker Privatpraxis geben.
→ So begleiten wir Dich bei Krankheitsangst
Wie kann sich eine Krankheitsangst zeigen?
Die Krankheitsangst, auch Hypochondrie oder hypochondrische Störung genannt, zeigt sich meist gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen: in den Gedanken, im Verhalten und durch eine starke Aufmerksamkeit für den eigenen Körper.
Typische Anzeichen können zum Beispiel sein:
- die Sorge, ernsthaft krank zu sein
- häufiges Googeln von Symptomen oder Krankheiten
- das Bedürfnis, den eigenen Körper immer wieder zu kontrollieren
- wiederholte Arztbesuche oder das Einholen weiterer Meinungen
- Zweifel, ob bei Untersuchungen vielleicht doch etwas übersehen wurde
- häufiges Nachdenken über körperliche Veränderungen
- das Bedürfnis, sich von Angehörigen beruhigen zu lassen
- oder auch das Gegenteil: Arztbesuche werden vermieden, weil die Angst vor einer schlimmen Diagnose zu groß ist.
Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Gedanken irgendwann fast nur noch um mögliche Krankheiten drehen. Kaum fällt irgendwo eine neue Körperempfindung auf, beginnt das Grübeln.
„Woher kommt das?“
„Ist das noch normal?“
„Was ist, wenn doch etwas Ernstes dahintersteckt?“
„Muss ich das untersuchen lassen?“
Je länger diese Gedanken anhalten, desto stärker richtet sich die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper. Plötzlich fällt jedes Zwicken auf. Jeder Muskelkater. Jeder Kopfschmerz.
Das Problem ist nur: Je genauer der Körper beobachtet wird, desto mehr fällt auch auf.
Einordnung der Krankheitsangst
Der Begriff Hypochondrie ist den meisten Menschen bekannt. Heute wird aber eher von der Krankheitsangst gesprochen. Das beschreibt das Erleben vieler Betroffener treffender: Es geht meist weniger um die Beschwerden selbst als um die Sorge, dass sich dahinter eine schwere Erkrankung verbergen könnte.
Diese veränderte Sichtweise spiegelt sich auch in den Diagnosesystemen wider. Während die Hypochondrie in der ICD-10 noch den psychosomatischen Störungsbildern zugeordnet wurde, zählt die Krankheitsangst in der ICD-11, der neuen Krankheitsklassifikation der WHO, zu den zwängischen und damit verwandten Störungen.
Hintergrund ist die Beobachtung, dass viele Betroffene immer und immer wieder – eben fast zwanghaft – nach Gewissheit suchen, etwa durch Kontrollieren, Rückversicherung oder weitere Untersuchungen. Gleichzeitig bleibt die Angst bestehen.
Genau darin unterscheidet sich die Krankheitsangst von „normalen“ Sorgen um die eigene Gesundheit.
Mit welchen anderen psychischen Erkrankungen kann ein Krankheitsangst in Verbindung stehen?
Die Krankheitsangst tritt nicht immer allein auf. Sie kann auch gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen bestehen oder sich mit ihnen überschneiden.
So gibt es beispielsweise Gemeinsamkeiten mit Angststörungen. Während sich die Sorgen bei einer generalisierten Angststörung auf unterschiedliche Lebensbereiche beziehen können, richten sie sich bei der Krankheitsangst überwiegend auf die eigene Gesundheit und die Angst vor einer ernsthaften Erkrankung.
Auch zu Zwangsstörungen bestehen Überschneidungen. Wiederkehrende Zweifel, das Bedürfnis nach Gewissheit oder bestimmte Kontrollhandlungen können bei beiden Störungsbildern auftreten.
Dennoch handelt es sich um unterschiedliche psychische Erkrankungen, die sorgfältig voneinander abgegrenzt werden sollten.
Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Abgrenzung zu psychosomatischen Erkrankungen. Körperliche Beschwerden können sowohl organische als auch psychische Ursachen haben und sollten deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.
Bei der Krankheitsangst stehen jedoch weniger die Beschwerden selbst als vielmehr die anhaltende Sorge im Vordergrund, an einer schweren Erkrankung zu leiden.
Darüber hinaus kann eine Krankheitsangst auch gemeinsam mit Panikstörungen, depressiven Erkrankungen oder anderen psychischen Belastungen auftreten.
Welche Beschwerden im Vordergrund stehen und welche psychischen Erkrankungen oder Belastungen tatsächlich vorliegen, lässt sich nur im persönlichen Gespräch und im Rahmen einer sorgfältigen differentialdiagnostischen Abklärung beurteilen.
Körperliche Beschwerden ernst nehmen – medizinische Abklärung bei Krankheitsangst
Körperliche Beschwerden sollten grundsätzlich immer ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch dann, wenn zusätzlich eine Krankheitsangst besteht oder vermutet wird.
Finden sich bei den Untersuchungen – vielleicht sogar trotz wiederholter Diagnostik – keine Hinweise auf eine behandlungsbedürftige körperliche Erkrankung und bleiben die Sorgen dennoch bestehen, kann es sinnvoll sein, auch die psychische Seite in den Blick zu nehmen.
Körperliche und psychische Belastungen schließen sich dabei nicht gegenseitig aus. Deshalb ist es uns in unserer Praxisgemeinschaft wichtig, die Beschwerden sorgfältig einzuordnen und den Menschen als Ganzes – und nicht nur als den oft verunglimpften Hypochonder – in den Blick zu nehmen.
Psychotherapeutische Begleitung bei Krankheitsängsten in unserer Praxis in Saarbrücken
Nicht jede Krankheitsangst zeigt sich gleich. Manche Menschen suchen immer wieder ärztliche Gewissheit, andere vermeiden Untersuchungen aus Angst vor einer Diagnose.
Wieder andere erleben vor allem, wie viel Raum die Sorgen um die eigene Gesundheit inzwischen im Alltag einnehmen.
So unterschiedlich diese Erfahrungen sind, so individuell gestaltet sich auch die psychotherapeutische Begleitung.
Die integrative Arbeitsweise in unserer Praxisgemeinschaft
In unserer Arbeit verbinden wir verschiedene therapeutische Ansätze, um den unterschiedlichen Facetten der hypochondrischen Störung gerecht zu werden.
Gespräch und Beziehung
Über die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers schaffen wir einen Rahmen, in dem Sorgen, Ängste und Unsicherheiten ihren Platz haben dürfen – ohne bewertet zu werden.
Erleben im Kontakt
Mit der Gestalttherapie nach Fritz Perls greifen wir auf, wie sich die Krankheitsangst im direkten Erleben zeigt – etwa im Kontakt, im Rückzug oder im Umgang mit Unsicherheit. Auch ein emotionsfokussierter Zugang kann hier wichtig werden. Die imaginative Arbeit mit TBIT will neue, korrigierende Erfahrungen in einem hypnoseähnlichen Bewusstseinszustand erlebbar machen.
Biografische Bezüge – Arbeit mit inneren Anteilen
Mit der Inneren-Kind-Arbeit schauen wir auf frühere Erfahrungen, die den Umgang mit Gesundheit, Krankheit, Sicherheit oder Verletzlichkeit geprägt haben können.
Achtsamkeit, Emotionen und Körper
Achtsamkeitsbasierte Ansätze können unterstützend wirken, körperliche Empfindungen, emotionale Reaktionen und innere Anspannung bewusster wahrzunehmen, ohne jede Veränderung sofort bewerten oder einordnen zu müssen.
Gedanken und Erfahrungen
Bei Bedarf greifen wir auch auf Elemente der Kognitiven Verhaltenstherapie und EMDR zurück. Dabei schauen wir auf wiederkehrende Gedanken, Befürchtungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der eigenen Gesundheit.
Wir arbeiten jedoch nicht als klassische Verhaltenstherapeuten oder EMDR-Therapeuten, sondern nutzen diese Ansätze situativ innerhalb unserer integrativen Arbeitsweise.
Im gemeinsamen Gespräch greifen wir auf, wie sich die Krankheitsangst im Alltag zeigt – in Gedanken, Gefühlen, körperlichen Reaktionen und im persönlichen Umgang mit gesundheitlicher Unsicherheit.
Vorgehen und Schwerpunkte orientieren sich dabei an Deiner aktuellen Situation und Deinem Tempo.
→ Mehr Informationen zu unserer psychotherapeutischen Arbeitsweise
Dein Kontakt zu uns
Wenn Du Dich für eine psychotherapeutische Begleitung bei Krankheitsangst (Hypochondrische Störung) in unserer Saarbrücker Privatpraxis interessierst, freuen wir uns über Deine Kontaktaufnahme.
Mit der Bitte um Beachtung
Wir führen eine Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz und rechnen nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Selbstverständlich kannst Du unsere Leistungen jederzeit als Selbstzahler in Anspruch nehmen.
Telefon
Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
Tom Wilhelm | 0177 314 3183
Oder nutze einfach unser Kontaktformular.
Unsere Praxisgemeinschaft
Unsere Privatpraxis für Psychotherapie befindet sich im Herzen von Saarbrücken am Beethovenplatz in der Dudweilerstraße 37.
Mehr über uns, unsere Qualifikationen und unsere therapeutische Arbeitsweise erfährst Du hier:
→ Über uns – und wie wir arbeiten
Hinweis
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information über Krankheitsangst (Hypochondrie / hypochondrische Störung) und psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Sie ersetzen keine ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung.
Körperliche Beschwerden sollten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Auch bei einer bestehenden Krankheitsangst ist es wichtig, mögliche körperliche Ursachen sorgfältig auszuschließen.
Die psychotherapeutische Begleitung in unserer Praxis erfolgt auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch Fachärzte für Psychiatrie oder in einer psychosomatischen Fachklinik erforderlich sein.
Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr bietet die TelefonSeelsorge unter:
0800 1110111 oder 0800 1110222.
Über die Autoren
Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm sind Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglieder im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater (VFP e. V.).
Qualifikationen
Beide absolvierten eine vierjährige Ausbildung in Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls sowie Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr. rer. soc. Rajan Roth und Dipl.-Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart. Seit mehreren Jahren begleiten sie Menschen mit unterschiedlichen psychischen Belastungen und psychischen Erkrankungen in ihrer therapeutischen Praxis.
Tom verfügt darüber hinaus über Fortbildungen in Verhaltenstherapie und EMDR sowie über eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose. Niritya ist außerdem zertifizierte Meditationslehrerin und hat eine Jahresfortbildung in systemischer Aufstellung absolviert.