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Grübeln | psychologische Begleitung in Saarbrücken

Niritya & Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie, bieten in ihrer Saarbrücker Privatpraxis eine therapeutische Begleitung für Menschen, die durch Grübelgedanken belastet sind.


Niritya & Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie, begleiten in ihrer Saarbrücker Praxis auch bei grübelnden Gedanken.
Ständige Gedankenschleifen können auf Dauer zu einer Herausforderung für die psychische Gesundheit werden.

Grübeln – wenn Gedanken immer wieder dieselbe Runde drehen

Wir alle denken die Dinge noch einmal durch: Vielleicht beschäftigt uns ein Gespräch, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen oder wir versuchen zu verstehen, warum uns etwas so getroffen hat.

Und oft ist dieses Nachdenken ja auch sinnvoll. Etwas wird klarer, wir finden eine Entscheidung oder können eine Erfahrung besser einordnen.

Beim Grübeln gelingt dieser Abschluss, das „zu einem Ende kommen“ nicht. Unsere Gedanken bleiben an einem Thema hängen, obwohl kaum noch neue Informationen dazukommen. Wir prüfen dieselbe Situation erneut, verändern einzelne Details, suchen nach einer Erklärung und landen wenig später wieder am Ausgangspunkt.

Gerade das macht das Gedankenkreisen so zäh: Wir bleiben bei einer Sache, weil sie uns berührt, noch offen ist oder sich innerlich nicht erledigt anfühlt. Dann gehen wir dieselbe Situation immer wieder durch, obwohl wir – mit ziemlicher Sicherheit – längst alles gedacht haben, was sich darüber denken lässt.

Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick darüber, wie sich Grübeln zeigen kann, welche Formen es annimmt, wann es belastend wird und wie wir in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft damit arbeiten.


Grübeln kann ganz unterschiedlich aussehen

Es gibt nicht das eine typische Grübelthema, Grübeln kann sich an ganz unterschiedlichen Themen festmachen. Mal geht es um etwas Vergangenes, mal um eine Entscheidung, eine Beziehung oder eine Frage, die wir an uns selbst richten. Die Inhalte wechseln – die Schleifenbewegung im Kopf bleibt vergleichbar.

Typische Formen sind zum Beispiel:

  • Grübeln über Vergangenes, Schuld und eigenes Verhalten: Was hätte ich anders machen sollen? Warum habe ich das damals nicht erkannt? Habe ich jemanden verletzt? Habe ich richtig gehandelt? Was sagt mein Verhalten über mich aus?
  • Entscheidungs- und Zukunftsgrübeln: War das wirklich die richtige Entscheidung? Hätte ich mich anders entscheiden sollen? Was könnte passieren? Wie kann ich verhindern, dass etwas schiefgeht?
  • Beziehungs- und soziales Grübeln: Was meinte der andere damit? Habe ich etwas falsch gemacht? Hat sich zwischen uns etwas verändert? Wie bin ich angekommen? War ich zu still, zu direkt oder irgendwie unpassend?
  • Grübeln über die eigene Person und das eigene Leben: Warum bin ich so? Warum bekomme ich das nicht besser hin? Lebe ich eigentlich so, wie ich leben möchte? Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen?
  • Gesundheitsbezogenes Grübeln: Was bedeutet dieses Symptom? Ist das noch normal? Habe ich etwas Wichtiges übersehen?
  • Grübeln über eigene Ansprüche und Werte: Bin ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht geworden? Hätte ich anders handeln müssen? War das, was ich getan habe, wirklich richtig?

Diese Beispiele sind nicht so etwas wie fixe Kategorien. Oft geht das eine ins andere über, und ein Gedanke zieht den nächsten nach sich.


Der Kopf versucht, etwas zu klären

Hinter dem Grübeln steckt häufig ein nachvollziehbares Bedürfnis: Wir möchten Gewissheit und damit auch Sicherheit. Nach einem Konflikt wollen wir verstehen, was passiert ist. Nach einer Entscheidung möchten wir wissen, ob sie richtig war. Wenn uns das Verhalten eines anderen verunsichert, suchen wir nach einer Erklärung.

Nur lässt sich nicht jede Frage endgültig beantworten. Wir können nicht sicher wissen, was jemand anderes über uns denkt. Vergangenes lässt sich nicht mit dem Wissen von heute noch einmal durchleben. Und wichtige Entscheidungen enthalten fast immer einen Anteil, der offen bleibt.

Aus gestalttherapeutischer Sicht ist hier der Gedanke der unabgeschlossenen Situation interessant. Manche Erfahrungen bleiben länger präsent, weil etwas daran für uns noch nicht erledigt ist. Vielleicht steht ein Gespräch aus, etwas blieb unausgesprochen oder eine Entscheidung hat Folgen, mit denen wir innerlich noch beschäftigt sind.

Dabei geht es nicht darum, jedes Grübeln auf etwas „Unerledigtes“ zurückzuführen. Interessant ist vielmehr, ob es in der Gegenwart noch etwas gibt, das tatsächlich Aufmerksamkeit braucht. Manchmal ist noch etwas zu entscheiden, auszusprechen oder zu tun. An anderer Stelle lässt sich an der Situation selbst nichts mehr verändern.

Mehr zum Thema Gestalttherapie und die Arbeit mit „unerledigten Geschäften“ findest Du hier:


Wo ständiges Grübeln problematisch wird

Grübeln steht nicht immer für sich allein. Wenn es zusammen mit anhaltender Niedergeschlagenheit, starken Ängsten, zwängisches Zweifeln oder den Folgen belastender Erfahrungen auftritt, kann es Teil eines psychischen Störungsbildes sein.

Dabei erfüllt das wiederkehrende Denken nicht überall dieselbe Funktion und richtet sich je nach Störung auf ganz unterschiedliche Themen.

Bei Depressionen richtet es sich häufig auf Vergangenes, Verluste, eigene Fehler oder vermeintliches Versagen. Situationen werden immer wieder durchgegangen, ohne dass sich daraus etwas Neues ergibt. Gerade dieses Kreisen um negative Erfahrungen und Bewertungen kann dazu beitragen, dass Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel bestehen bleiben.

Bei Angststörungen liegt der Schwerpunkt häufiger auf dem, was noch passieren könnte. Mögliche Gefahren werden vorausgedacht, Risiken geprüft und verschiedene Szenarien durchgespielt. Bei einer generalisierten Angststörung kann dieses Sorgen viele Lebensbereiche erfassen.

Bei sozialen Ängsten beginnt das Grübeln dagegen oft nach einer Begegnung: Wie habe ich gewirkt? War meine Reaktion merkwürdig? Hat der andere etwas bemerkt? Eine Situation, die längst vorbei ist, wird gedanklich noch lange überprüft.

Auch bei einer Anpassungsstörung kann Grübeln eine große Rolle spielen. Hier stehen die Beschwerden im Zusammenhang mit einer konkreten Belastung oder Veränderung, etwa einer Trennung, einem Verlust, beruflichen Problemen oder einer anderen einschneidenden Lebenssituation. Die Gedanken kehren immer wieder zum Geschehen, seinen Folgen und der Frage zurück, wie es weitergehen soll. Gerade weil die Belastung real ist, lässt sich hilfreiches Nachdenken nicht immer leicht von einem Kreisen unterscheiden, das zunehmend erschöpft.

Bei Zwangsstörungen begegnen uns ebenfalls hartnäckige Zweifel und wiederholtes inneres Prüfen. Jemand fragt sich beispielsweise immer wieder, ob etwas wirklich sicher ist, ob ein Fehler passiert sein könnte oder ob eine Entscheidung moralisch richtig war. Der Versuch, vollständige Gewissheit herzustellen, kann dabei selbst Teil des Problems werden. Zwangsgedanken und zwanghaftes Kontrollieren sind allerdings nicht einfach dasselbe wie Grübeln und sollten davon unterschieden werden.

Bei einer Krankheitsangst können sich die Gedanken hartnäckig um körperliche Empfindungen und die Möglichkeit einer schweren Erkrankung drehen. Eine Veränderung am Körper, ein Schmerz oder ein ungewöhnliches Gefühl wird immer wieder geprüft und eingeordnet. Auch nach einer ärztlichen Abklärung kann die Beruhigung nur kurz anhalten, bevor neue Zweifel auftauchen.

Ähnliche Gedankenschleifen können auch nach traumatischen oder stark belastenden Erfahrungen auftreten, wenn sich die Gedanken immer wieder um das Erlebte, die eigene Reaktion oder mögliche Folgen drehen. Bei Essstörungen kann das Denken dagegen stark um Essen, Gewicht, Körper oder Kontrolle kreisen.

Grübeln kann bei unterschiedlichen Störungen auftreten und bestehende Beschwerden verstärken oder verlängern. Isoliert auftretendes Grübeln ist für sich genommen jedoch in aller Regel keine psychische Erkrankung.

Entscheidend ist immer das Gesamtbild: wie hartnäckig die Gedanken sind, wie schwer sie sich unterbrechen lassen und wie sehr Schlaf, Alltag, Beziehungen oder die eigene Handlungsfähigkeit darunter leiden. Und ob weitere psychische Symptome hinzutreten.

Mehr zum Thema psychische Störungsbilder findest Du hier:

Weitere psychische Belastungen wir Trauer, Eifersucht oder Konflikte:


Wie wir mit Grübelgedanken in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft arbeiten

Unsere Arbeit ist humanistisch und integrativ geprägt. Eine wichtige Grundlage bildet die Gesprächstherapie nach Carl Rogers. Im Gespräch geht es zunächst darum, das eigene Erleben genauer zu erfassen, ohne jeden Gedanken sofort lösen oder bewerten zu müssen.

Auch die Gestalttherapie nach Fritz Perls spielt bei Grübelprozessen eine wichtige Rolle. Sie richtet den Blick darauf, was sich im gegenwärtigen Erleben zeigt und woran die Aufmerksamkeit immer wieder gebunden wird. Dabei kann deutlicher werden, ob tatsächlich noch etwas zu klären oder zu entscheiden ist oder ob sich das Denken längst um Fragen dreht, auf die sich keine endgültige Antwort finden lässt.

Je nach Anliegen beziehen wir außerdem die Arbeit mit inneren Anteilen und dem inneren Kind, kognitive Ansätze sowie emotionsorientierte und achtsamkeitsbasierte Elemente ein. Das kann besonders dort sinnvoll sein, wo sich bestimmte Bewertungen, Zweifel oder innere Forderungen immer wieder in die Gedankenschleifen einschalten.

Tom arbeitet darüber hinaus mit hypnosebasierten Verfahren. Welche therapeutischen Zugänge jeweils passen, richtet sich nach dem Anliegen und danach, was sich im Verlauf der Gespräche zeigt. Einen festen Ablauf gibt es nicht.

Beim Grübeln geht es für uns nicht darum, möglichst wenig zu denken oder Gedanken grundsätzlich unter Kontrolle zu bringen. Entscheidend ist vielmehr, wieder besser unterscheiden zu können, wann Nachdenken etwas klärt – und wann es nur noch weiterläuft, ohne dass etwas Neues hinzukommt.

Mehr dazu, wie wir arbeiten, findest Du hier:


Dein Weg zu uns und unserer Praxis in Saarbrücken

Wenn Grübeln viel Raum einnimmt, Entscheidungen immer wieder infrage gestellt werden oder Gedanken kaum noch zur Ruhe kommen, kann ein persönliches Gespräch ein erster Schritt sein.

Ein Erstgespräch gibt uns die Möglichkeit, uns kennenzulernen und gemeinsam zu schauen, worum es für Dich geht und ob die Zusammenarbeit für Dich stimmig ist. Vertrauen und ein guter persönlicher Kontakt sind für unsere Arbeit eine wichtige Grundlage.

Wenn Du Dich für eine psychologische Begleitung bei Grübeln und belastenden Gedankenschleifen in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft interessierst, kannst Du Dich gerne direkt an uns wenden.

Telefon:

  • Niritya Speicher-Wilhelm | 0171 367 8332
  • Tom Wilhelm | 0177 314 3183

Oder nutze unser Kontaktformular.

Unsere Praxisadresse:

Unsere Privatpraxis befindet sich zentral in Saarbrücken am Beethovenplatz, Dudweilerstraße 37.

Mehr Informationen zu uns, unserer Arbeitsweise und unseren Qualifikationen findest Du hier:


Hinweis

Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information über psychische Belastungen und psychotherapeutische Arbeitsweisen. Sie ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik, Beratung oder Behandlung.

Eine psychologische Begleitung erfolgt in unserer Praxis auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes.

Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen kann eine Behandlung durch einen Facharzt oder in einer Klinik notwendig sein.

Eine anonyme und kostenlose Beratung rund um die Uhr gibt es bei der TelefonSeelsorge unter: 0800/1110111 oder 0800/1110222.

Im Netz: online.telefonseelsorge.de

Wer hier schreibt

Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e.V.

Qualifikationen:

Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth in Köln und Stuttgart absolviert und praktizieren bereits seit einigen Jahren im Bereich psychischer Belastungen und ihrer therapeutischen Begleitung.

Tom hat zudem Fortbildungen in Verhaltenstherapie und EMDR sowie eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch zertifizierte Meditationslehrerin, Kursleiterin für Autogenes Training und hat eine Jahresfortbildung in systemischer Aufstellung.