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Klimaangst – die Sorge um den Klimawandel und unsere Zukunft

Ein Blogartikel von Niritya & Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie mit Praxis in Saarbrücken


Ein Symboldbild für die Klimaangst, auch Eco Anxiety genannt. Der Blogbeitrag aus Saarbrücken beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Angst vor den Auswirkungen eines Klimawandels und der Frage, wann eine Therapie hilfreich werden könnte.
Klimaangst: Der Klimawandel verändert unsere Umwelt – und beschäftigt viele Menschen auch mit Blick auf die eigene Zukunft.

Warum der Klimawandel viele Menschen nicht kalt lässt

Wer in den vergangenen Tagen im Saarland unterwegs war, ist wohl kaum an dem Qualm vorbeigekommen, der lange Zeit über Teilen des Landes hing.

Der Rauch stammte von Wald- und Vegetationsbränden in der Eifel und im belgischen Hohen Venn und war bis zu uns nach Saarbrücken gezogen.

Die Behörden gaben vorsorglich die Empfehlung aus, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Vor allem für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Atemwegserkrankungen konnte der Rauch zum Problem werden.

Das Ganze hatte schon fast was Unwirkliches:

Die Brände waren gut 150 km entfernt, und trotzdem konnten wir ihre Auswirkungen plötzlich bis vor unserer eigenen Haustür erleben.

Das, was wir sonst eher als eine Meldung aus einer anderen Region oder einem anderen Land, einem anderen Erdteil, zur Kenntnis nehmen, war damit auf einmal zu einem Teil unseres eigenen Lebens geworden.

Natürlich: Wald- und Vegetationsbrände hat es immer schon gegeben, und ein einzelner Brand muss erstmal nicht zwangsläufig die Auswirkung des Klimawandels sein.

Trotzdem fügen sich solche Vorkommnisse stringent in das ein, was Forscher seit Jahren beobachten.

Starkregen, Hochwasser und Stürme beschäftigen Wissenschaftler ebenso wie insgesamt steigende Temperaturen, Trockenheit und eine damit steigende Waldbrandgefahr – also das, was wir gerade eben erlebt haben.

Dass all diese Veränderungen auch in psychischer Hinsicht etwas mit uns machen, liegt eigentlich auf der Hand.

Wir fahren an vertrockneten oder abgebrannten Waldstücken vorbei, erinnern uns an Bilder überfluteter Straßen und lesen gleichzeitig Prognosen darüber, was in den nächsten Jahrzehnten noch auf uns zukommen könnte:

Manche von uns können das noch recht gut von sich fernhalten. Andere merken irgendwann, dass die Gedanken daran – und die damit einhergehenden Gefühle – immer mehr Raum einnehmen.

Auch in unserer Praxis begegnen uns diese Sorgen, bei denen die Zukunft, das Klima oder die Umwelt eine Rolle spielen.

Natürlich kommt da niemand herein und sagt: „Guten Tag, ich habe Eco-Anxiety.“ Zumindest bis jetzt noch nicht.

Das Thema kommt eher anders auf den Tisch: Da macht sich eine Klientin Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder, ein anderer verfolgt jede neue Meldung über Extremwetter, und wieder jemand anders hat schlicht das hilflose Gefühl, dass da ein riesiger Berg von Problemen vor ihm und der Welt liegt, auf die er selbst so gut wie keinen Einfluss hat.

Für dieses Erleben hat sich mittlerweile ein Begriff eingebürgert: Klimaangst, im Englischen Eco-Anxiety (Anm. der Verfasser: Wahrscheinlich wird sich wieder mal die englische Bezeichnung durchsetzen, sie klingt auch – wie meistens – irgendwie cooler).

Klimaangst – ist das was Krankhaftes?

Wir sollten uns vielleicht zunächst mal klarmachen, dass Angst nicht immer und grundsätzlich etwas Krankhaftes ist.

Das Gefühl der Angst gehört evolutionär zu den ältesten Schutzmechanismen überhaupt. Es sorgt dafür, dass wir auf Gefahren reagieren – manchmal schon lange bevor wir bewusst darüber nachdenken, was da gerade passiert.

Schwieriger wird es bei einer Bedrohung wie dem Klimawandel. Der steht nicht plötzlich vor uns und ist eine Stunde später wieder verschwunden, sondern er begleitet uns eher schleichend, über Jahre und Jahrzehnte.

Unser Angstsystem ist in erster Linie auf Gefahren ausgelegt, die unmittelbar sind. Wenn uns beim Überqueren einer Straße plötzlich ein Auto entgegenkommt, reagiert der Körper sofort.

Wir springen zur Seite, das Auto fährt vorbei, der Puls beruhigt sich wieder und die Sache ist – zumindest für unser Angstsystem – im Regelfall erstmal erledigt.

Beim Klimawandel läuft das anders.

Es gibt keinen einzelnen Moment, in dem die Gefahr auftaucht, und ebenso wenig einen Zeitpunkt, an dem unser Gehirn Entwarnung bekommt.

Wir reden hier über Entwicklungen, die Jahrzehnte dauern, die den gesamten Planeten betreffen und von unüberschaubar vielen politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Entscheidungen abhängen.

Gleichzeitig taucht das Thema aber immer wieder in unserem Alltag auf, in Social Media, im TV, in Gesprächen.

Dass daraus bei manchen Menschen irgendwann eine dauerhafte Anspannung entstehen kann, ist vielleicht gar nicht so schwer nachzuvollziehen.

Deshalb: Nein, Klimaangst ist nix Pathologisches, sondern erst einmal eine nachvollziehbare Sorge.

Eine Angststörung ist etwas anderes: Da nimmt die Angst irgendwann tatsächlich so viel Raum ein, dass sie den Alltag der Betroffenen deutlich einschränkt, oft auf körperlicher Ebene spürbar wird und üblicherweise in keinem Verhältnis zur tatsächlichen, objektiven Gefahr steht.

Wenn der Klimawandel bei unseren „ganz normalen“ Entscheidungen mitredet

Klimaangst bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir jeden Abend mit Panik vor der nächsten Naturkatastrophe im Bett liegen.

Sie taucht eher auf, wenn wir anfangen, die bisher für uns „ganz normalen“ Dinge, Situationen oder Verhaltensweisen zu überdenken.

Können wir noch guten Gewissens in Urlaub fliegen? Sollten wir vielleicht weniger Fleisch essen oder Vegetarier oder Veganer werden? Brauchen wir wirklich ein neues Auto? Und welches? Was bedeutet die Entwicklung der Welt für unsere Kinder?

Manche junge Menschen beschäftigt sogar die Frage, ob sie unter diesen Voraussetzungen überhaupt Kinder bekommen möchten.

Und das ist nichts Hypothetisches – wir haben in unserer Praxis schon mehrfach mit Menschen gesprochen, die genau deshalb an ihrem Kinderwunsch gezweifelt haben.

Über all diese Themen können und sollten wir vielleicht tatsächlich nachdenken.

Anstrengend wird es dann, wenn wir anfangen, jede einzelne alltägliche Entscheidung auf die Goldwaage zu legen – und wir trotzdem das Gefühl haben, nicht genug zu tun.

Und gleichzeitig wissen wir, dass wir mit unserem eigenen Verhalten als Einzelne nur einen begrenzten Einfluss haben.

Wir können – und nochmal: sollten wohl auch – weniger fliegen, anders einkaufen, das Auto häufiger stehen lassen oder unseren Konsum verändern.

Aber der Klimawandel hängt eben nicht allein davon ab, was der Einzelne tut. Dafür spielen politische Entscheidungen, Unternehmen und ganze Wirtschaftssysteme eine viel zu große Rolle.

Irgendwann sitzen wir dann schon mal da und fragen uns: Was bringt es eigentlich, wenn ich mich einschränke, solange sich an den großen Dingen in der Gesellschaft, in der Welt, nichts ändert?

Natürlich ist an dieser Frage was dran. Ein weltweites Problem können wir nicht alleine lösen.

Und weil wir ja gleichzeitig wissen, dass uns der Klimawandel noch über Jahrzehnte beschäftigen wird, kann aus dem „Ich kann das nicht alleine lösen“ auch ein ziemlich resigniertes „Dann kann ich es auch gleich lassen“ werden.

Junge Menschen schauen oft anders auf die Zukunft

Besonders junge Menschen haben dabei naturgemäß noch viele dieser möglicherweise schwierigen Jahrzehnte vor sich: Wer heute 20 Jahre alt ist, ist im Jahr 2050 gerade einmal Mitte 40.

Die Prognosen für die kommenden Jahrzehnte betreffen in dieser Gruppe also einen erheblichen Teil ihres zukünftigen Lebens.

Wie verbreitet die Sorge in der jungen Generation zu finden ist, zeigte eine große internationale Untersuchung im Jahr 2021. Befragt wurden damals in zehn Ländern insgesamt 10.000 junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren.

59 Prozent von ihnen gaben schon damals an, sich wegen des Klimawandels sehr oder extrem zu sorgen [1].

Neben Angst fanden sich in den Antworten aber unter anderem auch die Emotionen Trauer, Wut, Schuldgefühle und Machtlosigkeit.

Auch eine Untersuchung der HAW Hamburg zeigt, dass Klimaangst unter den Studierenden in Deutschland schon ein Thema ist [2].

Für viele, vor allem natürlich für junge Menschen, gehört die Klimaangst, die Sorge um den Klimawandel, also offenbar längst zu den Fragen, mit denen sie sich beschäftigen, wenn es um ihr zukünftiges Leben geht.

Wenn sich die eigene Umgebung verändert

Im Zusammenhang mit der Klimaangst taucht gelegentlich auch ein weiterer Begriff auf: Solastalgie.

Geprägt hat dieses Wort der australische Umweltphilosoph Glenn Albrecht. Es steht für eine Form von seelischem Schmerz, der entstehen kann, wenn sich unsere lange Jahre vertraute Umgebung stark verändert [3].

Wenn zum Beispiel ein Wald, den wir seit unserer Kindheit kennen, nach mehreren trockenen Jahren plötzlich völlig anders aussieht. Oder ein Bach, der sich früher subjektiv malerisch in den Ort einfügte, nach einem schweren Hochwasser mit unangenehmen Erinnerungen verbunden ist.

Albrecht beschreibt damit etwas, das dem Gefühl des Heimwehs nahe kommt, obwohl wir unsere Heimat vielleicht gar nicht verlassen haben.

Verändert hat sich in diesen Fällen der Ort selbst.

In Albrechts ersten Untersuchungen spielte dabei übrigens auch das Gefühl eine Rolle, keine Kontrolle über diese Veränderungen zu haben.

Für das Thema Klimaangst ist das insofern interessant, als dass solche Erfahrungen Zukunftssorgen verstärken können.

Wenn wir jetzt schon bemerken, dass uns vertraute Orte anders aussehen als vor einiger Zeit noch, liegt die Frage nahe, wie sie wohl in zehn oder zwanzig Jahren aussehen werden.

Mehr müssen wir aus dem Begriff an dieser Stelle eigentlich gar nicht machen.

Wann eine nachvollziehbare Sorge zu viel wird

Es wäre ziemlich unsinnig und auch unnötig, jede Sorge gleich therapieren zu wollen – so auch die über den Klimawandel. Wir machen uns schließlich auch Gedanken über Kriege, wirtschaftliche Krisen oder die Gesundheit unserer Familie, ohne dass daraus gleich eine psychische Erkrankung wird.

Im Regelfall können wir ja einen Bericht über einen Waldbrand sehen, uns darüber ärgern oder Sorgen bekommen und anschließend trotzdem schlafen gehen.

Wenn uns die Gedanken an so ein Geschehen allerdings Nacht für Nacht wachhalten, wir uns schlechter konzentrieren können oder die Angst immer mehr unseren Alltag bestimmt, ist das etwas anderes.

Auch auf einer körperlichen Ebene kann sich das bemerkbar machen, zum Beispiel durch vermehrt wahrnehmbares Herzpochen, innere Unruhe oder eine anhaltende Anspannung.

Noch einmal ganz anders sieht es natürlich aus, wenn wir ein extremes Klima- oder Wettereignis selbst miterlebt haben:

Wenn ich bei einem Hochwasser mein Zuhause verloren habe, in Lebensgefahr geraten bin oder Angehörige verloren habe, kann ich eine Traumafolgestörung entwickeln. Und diese sollte dringend behandelt werden.

Die Sache mit der Selbstwirksamkeit

Wenn wir das Gefühl haben, einem Problem ziemlich hilflos gegenüberzustehen, kann der Begriff Selbstwirksamkeit ins Spiel kommen. Gemeint ist mit diesem Begriff die Erfahrung, dass das, was wir selbst tun, oft durchaus etwas bewirken kann.

Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass wir gleich unser ganzes Leben komplett umkrempeln.

Wir könnten uns zum Beispiel einer Klima-, Fair Trade- oder Naturschutzinitiative vor Ort anschließen, beim eigenen Konsum etwas (oder etwas mehr) verändern oder uns politisch einbringen.

Dabei kommen wir in aller Regel auch ins Gespräch mit anderen, die ähnliche Sorgen haben. Darüber reden zu können und zu merken, dass ich mit meinen Ängsten und Zweifeln nicht alleine bin, kann schon entlasten.

Ein gutes soziales Umfeld kann ja schon helfen, psychisch stabil zu bleiben [4].

Dabei sollten wir bei allem Engagement aufpassen, dass wir uns damit nicht nochmal mehr Druck machen.

Wenn ich plötzlich versuche, alles möglichst optimal klimafreundlich und bloß nichts mehr falsch zu machen, lande ich möglicherweise schnell bei neuen Schuldgefühlen.

Wir können unseren Teil beitragen. Dass wir als Einzelne nicht alles beeinflussen können, gehört eben leider auch zur Wahrheit dazu.

Übrigens: Mit dem Thema Selbstwirksamkeit beschäftigen wir uns auch in unserem Blogartikel über erlernte Hilflosigkeit.

Der Krisen-Modus als Dauerberieselung

So ähnlich sieht es beim Umgang mit Informationen aus. Natürlich ist es schon sinnvoll zu wissen, was so auf der Welt passiert.

Dafür müssen wir allerdings nicht zwangsläufig abends mit einer Katastrophenmeldung ins Bett gehen und morgens mit der nächsten aufwachen.

Gerade soziale Medien machen aus dem berühmt-berüchtigten „kurzen Blick aufs Handy“ extrem schnell eine halbe Stunde – oder mehr.

Wir klicken auf ein Video über einen Waldbrand, danach kommt die Überschwemmung, anschließend die nächste Temperaturgrafik und ziemlich schnell hat der Algorithmus ziemlich gut verstanden, womit er uns bei der Stange hält.

Es könnte ja vielleicht tatsächlich so sein, dass es für die psychische Gesundheit einen Unterschied macht, ob wir uns gezielt über das aktuelle Geschehen informieren – oder ob uns Waldbrände, Hochwasser und Hitzerekorde über den ganzen langen Tag verteilt in unserer Social Media – Bubble begegnen.

Vor allem dann, wenn wir merken, dass uns das Thema beschäftigt und uns vielleicht sogar nachts nicht mehr loslässt.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll werden kann

Wenn die Sorgen um das Klima und/oder die Zukunft über längere Zeit den Schlaf rauben, wenn es zu einer starken körperlichen Unruhe kommt, die Konzentration gestört ist oder das Ganze dazu führt, dass wir uns immer weiter von anderen Menschen zurückziehen, sollte vielleicht über eine psychologische Beratung oder Psychotherapie nachgedacht werden.

Wie sich im individuellen Fall die Belastung konkret darstellt, kann bei jedem Menschen ganz anders aussehen.

Bei einem steht vielleicht die Sorge um die eigenen Kinder im Vordergrund, bei einem anderen das Gefühl, selbst kaum etwas ausrichten zu können und hilflos zu sein.

Auch Gefühle von Angst, Wut, Schuld oder Traurigkeit können übermäßig viel Raum einnehmen.

Wieder andere merken, dass sie sich gedanklich kaum noch von dem Thema lösen können.

In einer psychologischen Begleitung geht es gar nicht darum, jemandem die Sorge vor dem Klimawandel ausreden zu wollen – schließlich gibt es gute Gründe, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Was genau an Fragestellungen in jedem Einzelfall eine Rolle spielen könnte, lässt sich aber nicht mit „Eco-Anxiety? Lesen Sie hier fünf erprobte Tipps“ beantworten.

Genau deshalb schauen wir in unserer Zusammenarbeit viel mehr auf den einzelnen Menschen – und weniger auf das Etikett „Klimaangst“.

Und der Rauch über dem Saarland?

Der Rauch über dem Saarland hat sich inzwischen wieder verzogen – gestern hat es geregnet, heute ist es bewölkt und der Wetterbericht prognostiziert erträgliche Temperaturen bis zu 27°C.

Und wahrscheinlich wird es gar nicht so lange dauern, bis das Durchleben der letzten extrem heißen und trockenen Tage und Wochen im Alltag kaum noch eine Rolle spielt.

Das ist ja bei vielen Nachrichten so. Für ein paar Tage beschäftigen sie uns, dann ist das nächste Thema dran.

Wir persönlich hoffen trotzdem, dass die Erinnerungen daran in unserem gesellschaftlichen Gedächtnis nicht wieder so schnell verschwinden.

Nicht, weil wir der Meinung sind, dass wir alle noch ein paar Sorgen mehr gebrauchen könnten. Davon haben die meisten von uns vermutlich schon genug.

Aber wir finden, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken, was die klimatischen Veränderungen, die wir inzwischen erleben, mit uns machen – und was wir als Einzelne und als Gesellschaft tun können und sollten.

Für uns beide gehört dazu auch, diesen Artikel zu schreiben.

Wir beschäftigen uns beruflich oft mit Angst, aber natürlich macht uns das nicht immun gegen die eigenen Sorgen – auch nicht gegen die um Klima und Zukunft.

Natürlich wissen wir genauso wenig wie jeder andere, wie unsere Umwelt in zwanzig oder dreißig Jahren im Detail aussieht.

Uns mit dem Thema zu beschäftigen, Dinge nachzulesen und schließlich darüber zu schreiben, nehmen wir beide aber als eine Möglichkeit wahr, mit dieser Unsicherheit umzugehen.

Quasi als sowas wie eine Bibliotherapie (die gibt´s übrigens wirklich).

Und wenn dieser Text bei der einen oder dem anderen dazu führt, sich ein paar Gedanken über das Thema zu machen oder sich selbst und andere besser zu verstehen oder – ganz praktisch – sich mit jemandem darüber auszutauschen, dann freuen wir uns umso mehr.

Herzlich

Niritya und Tom


Übrigens:

Darüber, dass der Klimawandel menschengemacht ist, gibt es in der Wissenschaft kaum noch eine ernsthafte Diskussion.

Eine große Untersuchung von mehr als 88.000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen kam 2021 auf einen Konsens von über 99,9 Prozent [5].


Quellenverzeichnis / Wissenschaftliche Studien

  • [1] Hickman, C. et al. (2021): Climate anxiety in children and young people and their beliefs about government responses to climate change: a global survey. Veröffentlicht in The Lancet Planetary Health, 5(12), e863–e873. Verfügbar unter PubMed / NCBI
  • [2] HAW Hamburg (2025): KLIM MENT – Einflüsse des Klimawandels auf die mentale Gesundheit von Studierenden in Deutschland. Bundesweite Untersuchung unter Studierenden an deutschen Hochschulen. Verfügbar unter HAW Hamburg – KLIM MENT
  • [3] Albrecht, G. et al. (2007): Solastalgia: The distress caused by environmental change. Veröffentlicht in Australasian Psychiatry, 15(sup1), S. 95–98. Verfügbar unter PubMed / NCBI
  • [4] Santini, Z. I. et al. (2015): The association between social relationships and depression: a systematic review. Veröffentlicht in Journal of Affective Disorders, 175, S. 53–65. Verfügbar unter PubMed / NCBI
  • [5] Lynas, M., Houlton, B. Z. & Perry, S. (2021): Greater than 99% consensus on human caused climate change in the peer-reviewed scientific literature. Environmental Research Letters, 16(11), 114005. Studie / Environmental Research Letters

Hinweis:

Dieser Blogartikel ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Diagnose.

Wenn Du Dich über längere Zeit durch Sorgen oder Ängste stark belastet fühlst und sie Deinen Alltag zunehmend beeinträchtigen, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

In akuten Krisen oder bei Suizidgedanken erhältst Du rund um die Uhr kostenlose Hilfe bei der TelefonSeelsorge unter 0800/1110111 oder 0800/1110222.


Über die Autoren:

Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas „Tom“ Wilhelm sind Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis in Saarbrücken und Mitglieder im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater VFP e. V. Beide haben eine vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie absolviert.

Tom hat zudem Fortbildungen in Verhaltenstherapie und EMDR sowie eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose abgeschlossen, Niritya ist zusätzlich zertifizierte Meditationslehrerin, Kursleiterin für Autogenes Training und hat eine Jahresfortbildung in systemischen Aufstellungen absolviert.

Beide arbeiten heute methodenübergreifend und integrativ.